18.12.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Schüler der Privaten Berufsschule des St.-Michaels-Werkes Grafenwöhr zu Gast in Pilsen Austausch überwindet Barrieren

Kultur kennenlernen, eine andere Berufsschule sehen, mit tschechischen Schülern in Kontakt kommen - das sind die Ziele der Auslandspraktika. Die Berufsschule des St.-Michaels-Werk Grafenwöhr pflegt den Austausch mit der Pilsener Bauberufsschule Sou Stavebni seit zehn Jahren.

Gemeinsam hatten tschechische und deutsche Schüler Platten gestaltet, die dann im Flur der Bauberufsschule Sou Stavebni in Pilsen aufgehängt wurden. Unter anderem betreuten Dolmetscher Michal Vitusko (links), Fachlehrer Steven Lang (rechts) und Studienrätin Miriam Sperber (Dritte von rechts) die deutsche Schülergruppe. Bild: wrm
von Miriam SperberProfil

Grafenwöhr/Pilsen. Fünf Schüler aus dem Berufsvorbereitungs-Jahr mit dem Schwerpunkt "Farbe" machten sich auf die Reise ins rund 140 Kilometer entfernte Pilsen. Beim Praktikum lernten sowohl die tschechischen als auch die deutschen Schüler neue Maltechniken kennen und verbesserten bereits bekannte.

Vormittags waren die Schüler zusammen im Fachunterricht in der tschechischen Schule. Dort gestalteten sie Wandplatten mit den bunten Figuren des Malers Keith Haring, der in der Pop-Art-Kunstrichtung bekannt ist. Dazu fertigten sie geometrische Formen und Schriftzüge, welche mit Schablonen auf die Wandplatten übertragen und von den Schülern mit Stupfpinseln bearbeitet wurden. Die Platten wurden vor Ort an der Bauberufsschule angebracht.

An einem Abend lernten die deutschen Schüler bei einer "Sprachanimation" spielerisch Grundlagen der tschechischen Sprache. An den Nachmittagen stand die Kultur im Fokus: Die Schüler bekamen eine Stadtführung und besichtigten das Theater. Dort durften sie einen Blick hinter die Kulissen werfen und sahen, wie Requisiten hergestellt und gelagert werden. In Pilsen ist natürlich die Besichtigung der Pilsener Brauerei ein "Muss". Ein Höhepunkt für die Schüler war der Besuch des Museums "Techmania". Dort erlebten sie zum Beispiel die Wirkung eines Flaschenzuges am eigenen Leib und lernten physikalische oder technische Gesetzmäßigkeiten kennen. Andere Stellen sprachen die Sinne an: So gab es beispielsweise ein schräges Haus, das die Sinne in die Irre führte.

Aus Grafenwöhr begleiteten die Lehrer Stephan Auers, Steven Lang, Johanna Rosner und Miriam Sperber die Schüler. Der Schulleiter der Bauberufsschule in Pilsen, Milos Steffek, dankte allen, die diese Reise möglich machten. Der ständige Austausch ist ein Teil des Projekts "Ziel 3", eine Maßnahme der Europäischen Union, um im Grenzraum Barrieren abzubauen. Dies wird auch weiterhin beibehalten, denn es ist eine gute Gelegenheit für Schüler, neue Kompetenzen zu erwerben. Darüber sind sich die Schuldirektoren Steffek und Peter Fleischmann vom St.-Michaels-Werk Grafenwöhr einig.

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