20.11.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Sonderausstellung Handwerkskunst trifft Kunsthandwerk Klöppel-Schau

Der Grafenwöhrer Klöppelkreis feiert fünften Geburtstag mit gleich zwei Ausstellungen. Dabei gibt es die besten Klöppelarbeiten aus ganz Deutschland zu sehen.

Zusammen überlegen die Frauen des Grafenwöhrer Klöppeltreffs wie sie ihre Werke am Besten präsentieren können. Bild: abu
von Angela BuchfelderProfil

Kisten, Körbe, Tüten stapeln sich im Kultur- und Militärmuseum. Neun Frauen diskutieren, was wohin soll und wie es am Besten präsentiert wird. Schließlich muss der Klöppelkreis in den beiden Räumen gleich zwei Ausstellungen unterbringen, und dann soll noch Platz zum Handarbeiten und Verkaufen bleiben.

Seit fünf Jahren treffen sich handarbeitsbegeisterte Frauen aus Grafenwöhr, Pressath, Trabitz, Thansüß, Fuchsmühl, Eschenbach, Weiherhammer, Schnaittenbach und Sulzbach-Rosenberg einmal im Monat zum Klöppeln im Mehrgenerationenhaus. Im Vordergrund steht die Freude am Klöppeln, der Austausch bei schwierigen Projekte. Angefangen hat alles früher: vor 26 Jahren begannen vier Frauen aus Grafenwöhr zur gemeinsamen Handarbeit. Irgendwann entstand die Idee, dem Treffen einen offiziellen Rahmen zu verleihen.

Christine Wächter und Angelika Plankl gaben den Anstoß und am 6. November 2012 gründete sich der Grafenwöhrer Klöppeltreff als Abteilung des Heimatvereins. Das Klöppeln lernte Angelika Plankl vor über 30 Jahren in der Volkshochschule. Eigentlich wollte sie gar nicht, nur weil eine Freundin nicht alleine zum Kurs gehen wollte, kam sie mit. Seitdem ist Plankl dabei und inzwischen richtig begeistert. Auch Christine Wächter ist seit den Anfängen dabei. Sie kam über Verwandte mit dem Klöppeln in Kontakt.

Seit 2013 sind die Klöpplerinnen beim Grafenwöhrer Ostermarkt und Adventsmarkt dabei, präsentieren und verkaufen ihre Kunstwerke. Doch nicht nur untereinander geben sich die Frauen Tipps und Anregungen. Jedes Jahr organisieren Plankl und Wächter einen Klöppel-Kurs. "Wir versuchen, die Dozenten zu uns nach Grafenwöhr zu holen", so Plankl. Auch die Jugend konnten die Frauen schon fürs Klöppeln begeistern. Bereits mit acht Jahren lernte Katharina Biersack das Klöppeln.

Zum Fünfjährigen wollten die Frauen etwas Besonderes bieten. Für die Ausstellung verzichteten sie auf den Klöppelkurs in diesem Jahr. Am nächsten Sonntag werden die Sonderausstellungen eröffnet. Neben dem Wettbewerb des Deutschen Klöppelverbandes "Feuer und Flamme" präsentierten die Frauen ihre Arbeit unter dem Titel "Handwerkskunst trifft Kunsthandwerk - das Beste aus fünf Jahren". Im Mittelpunkt stehen filigrane Klöppelarbeiten der Handarbeiterinnen.

Fast alle der Frauen beschränken sich nicht aufs Klöppeln. Da lag es nahe, auch andere Handwerksarbeit zu zeigen. Neben den Klöppelarbeiten sind Kloster-, Kreuzstich, Hardanger- und Weißstickerei zu sehen. Gestrickte und gehäkelte Zierstücke, aber auch Mützen, Schals und Socken sind zu bestaunen.

Die Ausstellung

Die Ausstellung ist ab Sonntag, 26. November bis 1. Februar zu den Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen. Jeden Sonntag lassen sich die Klöpplerinnen im Museum über die Schulter schauen. Am Eröffnungssonntag, 26. November, und am 10. Dezember gibt es besondere Schautage. Elke Mauritz aus Sulzbach-Rosenberg, Dozentin des Deutschen Klöppelverbandes führt die Technik des Rossharflechtens vor. Zur Ausstellungseröffnung lädt der Heimatverein am 26. November nachmittags in die Zoiglstube zum Kaffeekränzchen. Die Frauen des Klöppeltreffs verkaufen Handarbeiten. (abu)

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