Stadtrat resümiert:
"Die Chemie stimmt"

"Wir sind eine lebendige Stadt, in der das ehrenamtliche Engagement triumphiert", erklärte Bürgermeister Edgar Knobloch (links) in der Jahresschlusssitzung des Stadtrats. Anerkennung erfuhr auch die Rathaus- und Bauverwaltung: Geschäftsleiter Lorenz Kraus, Fachbereichsleiterin Kathrin Regler und Stadtbaumeister Hans Rettinger (von links). Bild: do
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Grafenwöhr
22.12.2016
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"Wir wollen ja nicht nur zusammen arbeiten, sondern uns auch zusammen freuen", sagt Bürgermeister Edgar Knobloch. Für diese Feststellung gab es in der Jahresabschlusssitzung des Stadtrats genügend Gründe.

Draußen vor dem Rathaus wehten die Fahnen auf Halbmast. Drinnen im Sitzungssaal bat der Bürgermeister um eine Gedenkminute für die Opfer des Attentats in Berlin. Die Terrormeldungen belasteten auch die Weihnachtsstimmung der Sitzung. Umso mahnender waren die Worte von Edgar Knobloch: "Rücken wir als Antwort die wertvollen Geschenke der Weihnachtsbotschaft und die unsichtbaren Gaben des Herzens in den Mittelpunkt."

Einer dieser Schwerpunkte ist für das Stadtoberhaupt das ehrenamtliche Wirken zahlreicher Mitbürger. "Dieser Gemeinsinn in der Stadt und in allen Ortsteilen fördert ein angenehmes Stadtklima", betonte Knobloch. "Die Chemie zwischen den einzelnen Interessengruppen stimmt", stellte er immer wieder fest. Auf diesem Fundament gesellschaftlicher Geschlossenheit sieht der Bürgermeister die Stadt gut aufgestellt. Ausdrücklich würdigte er den Beitrag des Stadtrates, die Fahne des Dienens voraus zu tragen. "Ehrenamtlichkeit ist für den Stadtrat keine Worthülse, sondern gelebter Alltag." Wer in 47 Sitzungen 340 Tagesordnungspunkte verantwortungsvoll abarbeite, verdiene Respekt und Anerkennung.

Knobloch verwies auf neue Chancen für Gewerbebetriebe, sich in Grafenwöhr zu erweitern oder neu anzusiedeln. Er freute sich über Gewerbeinvestitionen der Firmen Dobmann, SMT, der Autowerkstatt Rupprecht, der Firma Hutzler und der Unternehmen Wöhrl und Renner im Industriegebiet Hütten. Als brandneue Meldung verkündete er den Verkauf eines städtischen Grundstücks im Gewerbegebiet am Flugplatz zum Bau eines DHL-Verteilerzentrums. Gute Nachrichten kommen auch von Grafenwöhrer Planungsbüros. Der Bürgermeister begrüßte die Absichten der Architekturbüros Schultes, das ehemalige Einsiedlergelände zu bebauen und die Pläne von Architekt Reinhold Krausch zur Sanierung und Nutzung des "Alten Forsthauses" als Aufwertung des Stadtbildes.

Weitere Ausführungen galten dem Dorferneuerungsverfahren in Hütten, den positiven Ergebnissen einer Stadtratsklausur, der Bearbeitung von 49 Bauanträgen und der guten Entwicklung der Stadtwerke.

"Unser Ziel sind schuldenfreie Stadtwerke bis 2018." Positiv bewertete Knobloch auch die Auslastung des Gründerzentrums mit circa 70 Prozent. Der Rathauschef sprach ferner von einem guten und offenen Verhältnis zur US-Army. Mit Komplimenten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit an seine Stellvertreter Anita Stauber und Udo Greim und an eine bürgernahe Verwaltung und dem Wunsch nach einem "guten neuen Jahr" schloss der Bürgermeister.

Einer alten Tradition folgend spendeten die Stadträte das Sitzungsgeld der Weihnachtssitzung für einen sozialen Zweck. Die Sammlung ergab für zwei bedürftige Familien die Spendensumme von 635 Euro. Spontan rundete Edgar Knobloch den Betrag auf 700 Euro auf. Hinzu kommt eine Spende der Firma Sondermaschinentechnik Grafenwöhr (SMT) von 200 Euro.

JahresrückblickIn der Einzelbilanz kritisierte der Bürgermeister: "Vielleicht beschäftigen wir uns manchmal zu sehr mit unserer Detailverliebtheit verbunden mit der Gefahr, das Ganze aus den Augen zu verlieren", gab er zu.

Und doch bewies der Rückblick: "Grafenwöhr steht gut da." Eine Investition von zwei Millionen Euro ohne Kreditaufnahme, die Rechtsverbindlichkeit neuer Bebauungspläne, Tiefbaumaßnahmen, Breitbandausbau - einem der nachhaltigsten und leistungsstärksten in ganz Bayern -, Ortsbildgestaltung und vor allem die Fertigstellung des Schulkomplexes. (do)
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