02.02.2018 - 17:06 Uhr
Grafenwöhr

Termin-Konflikt an Fasching Begehrter 3. Februar

Die Freude darüber, dass der Hüttener Faschingszug wieder ins Leben gerufen werden sollte, war in der Bevölkerung groß. Beim Blick in den Kalender reagierten aber viele Bürger mit Verwunderung über die Terminwahl: 3. Februar, und damit am Tag des Jungen- und Frauen-Union-Kinderfaschings sowie des Sportlerballs der SV Grafenwöhr. Die Terminüberschneidung wurde zum Stadtgespräch, und als Konsequenz entschieden sich die CSU-Verbände dazu, den Kinderfasching abzusagen. In einer Pressemitteilung erklären sie nun, warum.

von Externer BeitragProfil

Claudia Meier von der Concordia Hütten ist die treibende Kraft hinter der Wiedergeburt des Hüttener Faschingszuges. Die Veranstaltung musste laut Meier kurzfristig organisiert werden. Ihr Augenmerk habe dabei auf einem Datum gelegen, an dem noch kein anderer "Gaudiwurm" ist. Der Faschingssamstag, 10. Februar, sei beispielsweise fest in den Händen des Eschenbacher Faschingszuges. Gegen den 3. Februar gab es in Absprache mit der Stadt Grafenwöhr keine Bedenken. Doch, dass da auch der Kinderfasching der Jungen Union, Frauen-Union und CSU geplant war, wurde wohl übersehen.

Anita Heßler (FU) und Lukas Braun (JU), die Organisatoren des Kinderfaschings, äußern sich nun zur Absage ihrer Veranstaltung. Saal und Musiker waren zwar gebucht, aber das Team wollte Eltern und Kinder nicht "zwingen", sich für eine der Veranstaltungen entscheiden zu müssen. Und nachdem es in Hütten seit Jahren keinen Faschingszug mehr gegeben hatte, überließen JU und FU diesem den Vortritt. Thomas Reiter, Organisator des Sportlerballs, nahm den Konflikt sportlich. Er hat sich über die Terminwahl gewundert, da der Sportlerball feststand und der Hüttener Zug immer am Faschingssamstag war. Die Auswirkungen der Veranstaltungen auf den eigenen Ball müssten aber abgewartet werden.

Kulturmanagerin Birgit Plößner von der Stadt Grafenwöhr räumte auf Nachfrage ein, bei der Terminabstimmung den Kinderfasching nicht berücksichtigt zu haben. Bei den Absprachen zu Faschingsball und -zug habe es keine Probleme gegeben, und letzterer wurde "aus dem Hut gezaubert", sagte sie. Dass es schwierig sei, einen freien Termin für den Faschingszug zu finden, dafür hat Plößner Verständnis. Ihr ist es ein Anliegen, dass in Zukunft alle Beteiligten das Gespräch mit den Behörden suchen, um Konflikte zu vermeiden.

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