10.10.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Überdachung für Schönbergbühne Hisst die Naturbühne die Segel?

Naturbühne, Konzertort und Festgelände: Der idyllisch gelegene Schönberg in Grafenwöhr bewährt sich bei vielen Veranstaltungen. Nach dem Abschluss der gründlichen Sanierung vor zwei Jahren denkt der Bauausschuss des Stadtrates über weitere Verbesserungen nach. Geschützt im Freien bleiben, lautet der große Wunsch.

Ein filigraner Wetterschutz aus Segeltuch soll die Naturbühne Schönberg noch attraktiver machen. Auf den Bühnenbrettern ließen sich Bürgermeister Edgar Knobloch, der Bauausschuss des Stadtrates und weitere Stadtvertreter von Thomas Naber (links) die Konzeptvorschläge der Spezialfirma "Naber+Steiner" aus Neustadt an der Waldnaab erläutern. Bild: do
von Robert DotzauerProfil

Die imposante Sandsteinkulisse auf dem Grafenwöhrer Schönberg erfreut sich als kulturelle Wohlfühloase zunehmender Beliebtheit. In früherer Zeit als Steinbruch benutzt, ist sie seit den 1930er Jahren eine Naturbühne. Nach der Revitalisierung bewährt sich das Gelände mit seinem mächtigen Mischwaldbestand wieder mehr als Kulturhügel, wenn da nicht immer wieder eine Schlechtwetterfront die Veranstaltungen trüben würde. Zeit zum Handeln, dachte sich der Bauausschuss. Am Montagnachmittag traf sich das Gremium zum Ortstermin auf der Naturbühne, um sich von einem Experten einen wirkungsvollen Regen- und Sonnenschutz erklären zu lassen.

Richten soll es die Firma "Naber+Steiner" aus Neustadt an der Waldnaab. Das Motto des Unternehmens "unter freiem Himmel und doch geschützt" soll auch den Grafenwöhrern helfen, unter Segeln sorgenlos den Tag, den Abend oder die Nacht zu genießen. Die Kreisstädter sind Spezialisten für filigran schwebende Stoffsegel mit patentierten Windwächtern und Einroll-Automatik. Grundriss-Formen stellte Thomas Naber vor Ort zur Diskussion. Im Trockenen sollen künftig die Akteure auf der Bühne wie auch die Zuschauerfläche bleiben - auch architektonisch eine Herausforderung, wie der Planer zugab und seine Konstruktion als "Segel setzen in die Zukunft" verstand.

Naber verwies zudem auf Bewährtes bei zahlreichen Projekten im Inn- und Ausland. Einig waren sich Bürgermeister Edgar Knobloch, Ratsherren, Stadtbaumeister Hans Rettinger und Kulturmanagerin Birgit Plößner, trotz Überdachung Übersichtlichkeit zu bewahren. Der Zuschauerblick zur Bühne dürfe jedenfalls nicht beeinträchtigt werden, hieß es übereinstimmend. Auch Überlegungen zur flexiblen Verwendung bei Vereinsfesten im Stadtgebiet oder bei Veranstaltungen im Waldbad kamen zur Sprache.

Gedacht ist an Wetter-Segel in unterschiedlichen Größen bis zu 80 Quadratmetern auf der Bühne und im Zuschauerbereich. Die Kostenfrage blieb vor Ort außen vor. Darüber unterhielt sich das Gremium in der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung im Rathaus.

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