07.12.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Viel los im Quartier Bilanz von Learning-Campus, Bürgerladen und Mehrgenerationenhaus

Seit gut einem halben Jahr ist Learning Campus für das Quartiersmanagement bei der "Sozialen Stadt Grafenwöhr" zuständig. Das Team nutzt nun die Gelegenheit, in der Quartiersbeiratssitzung eine erste Bilanz zu ziehen.

Es ist schon viel geschafft, es soll aber noch einiges erreicht werden - so lautete die Bilanz des Treffens von Vertretern von Learning Campus, Bürgerladen und Mehrgenerationenhaus. Bild: exb
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Damals - im Mai 2017 - waren die Grafenwöhrer auf Learning Campus aus Trabitz zugekommen, da die Stadt Grafenwöhr nur schwer einen Nachfolger für Elisabeth Gottsche als Quartiersmanagerin finden konnte. "Learning Campus hat diese spannende Aufgabe gern übernommen", unterstrich Dr. Benjamin Zeitler, einer der drei Geschäftsführer. Er dankte insbesondere Gottsche für die jahrelang engagierte Arbeit im Quartier.

In den vergangenen Monaten war das Team vielfältig unterwegs, um die Aufgaben des Quartiersmanagements zu erfüllen. So gibt es einmal wöchentlich am Dienstag von 9 bis 11 Uhr eine Bürgersprechstunde im Mehrgenerationenhaus, in der sich Bürger mit Anliegen an die Quartiersmanagerinnen wenden können. Auch im Stadtviertel rund um den Bürgerladen ist Learning Campus häufig anzutreffen. So gab es Quartiersspaziergänge und Kaffeerunden vor dem Bürgerladen. "Wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen", betonte Zeitler die Bedeutung dieser Aktionen.

Eine weitere wichtige Säule im Quartiersmanagement ist die Vernetzung mit den Akteuren. Learning Campus steht in engem Kontakt zum Jugendamt, zum Bürgerverein und auch zur gemeinnützigen Wohnungsbau-GmbH für den Landkreis Neustadt/WN. Dadurch können die Quartiersmanager im Einzelfall auch schnell helfen und Kontakte herstellen. Im neuen Jahr soll diese Arbeit fortgesetzt werden. Der Fokus wird 2018 auf dem geplanten Ausbau der Eichendorffstraße liegen.

Monika Sebald berichtete im Anschluss über die wichtige Arbeit im Bürgerladen. Mit rund 25 ehrenamtlichen Helfern und 2700 geleisteten freiwilligen Stunden konnte das Team den rund 230 bezugsberechtigten Erwachsenen und 170 Kindern einen kostengünstigen Einkauf ermöglichen. Sie dankte an der Stelle auch den 16 Läden in und um Grafenwöhr, die den Bürgerladen unterstützen. Hilfe gab es wieder von den Ministranten, die die Süßigkeiten der Sternsingeraktion spendeten.

Eine Besonderheit war die Weihnachtspäckchen-Aktion, bei der Bürger und Institutionen durch ihre Spenden Weihnachtswünsche von Buben und Mädchen erfüllen konnten. Von vielen Aktivitäten berichtete auch Elisabeth Gottsche vom Mehrgenerationenhaus: Zweimal in der Woche findet der Jugendtreff statt, dann gibt es unter anderem den Hutza-Nachmittag, die Klöppelgruppe, die Donnerstagsrunde und das Familienfrühstück.

Als bundesweites Beispiel für gute Mehrgenerationenarbeit wurde das Gartenprojekt mit der Schule bei einer Telefonkonferenz der Mehrgenerationenhäuser herausgestellt. Doch auch ein Ferienprogramm, die Ehrenamtsfeier, der Adventsmarkt und Vorträge gehörten zum Programm. Gottsche freute sich, dass im neuen Jahr diese Arbeit zusammen mit dem Learning Campus fortgesetzt werden kann. Angesichts dieser Fülle an Angeboten freute sich Bürgermeister Edgar Knobloch über das enorme Engagement. Er betonte, dass ein dichtes soziales Netzwerk entstanden ist. Es bleibe eine Daueraufgabe, die verschiedenen sozialen Gruppen zusammenzubringen.

Dankbar zeigte er sich auch gegenüber Learning Campus, die die Aufgaben übernommen haben und so dafür sorgten, dass keine Lücke entstanden ist. Die Stadt Grafenwöhr will dies auch weiterhin unterstützen. Vor allem freue er sich, dass nun das Thema Eichendorffstraße angepackt wird. Dort plant die Stadt nicht nur eine Sanierung der Straße, sondern will dafür sorgen, dass das gesamte "Lebensumfeld schöner" wird.

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