Vor 80 Jahren wurde der Truppenübungsplatz Grafenwöhr erweitert
Ausflug zu verlassenen Orten

Normalerweise nicht zugänglich, weil sie im militärischen Sperrgebiet liegen: die Ruinen von Oberfrankenohe. Diese und weitere Überreste von Ortschaften, die vor 80 Jahren wegen der Erweiterung des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr aufgegeben werden mussten, sind Ziel einer Sonderfahrt. Bild: exb
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Grafenwöhr
27.02.2018
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Vor 80 Jahren wurde der Truppenübungsplatz Grafenwöhr auf Geheiß Adolf Hitlers nach Westen erweitert. Über 3500 Menschen in 57 Orten und Weilern mussten damals ihre Heimat verlassen. Heute zeugen nur noch vereinzelte Mauerreste von den einst lebendigen Dörfern.

Teilweise siedelten ganze Dorfverbände um. So entstanden neue Ansiedlungen wie Sorghof bei Vilseck, Irlaching bei Schwandorf oder Wolfskofen bei Neutraubling. Anlässlich des 80. Jahrestages der Umsiedlung durch die RUGES (Reichsumsiedlungsgesellschaft) lädt der Heimatverein Grafenwöhr insbesondere ehemalige Bewohner und ihre Nachkommen für Samstag, 28. April, zu einer Sonderfahrt in den Truppenübungsplatz zu abgelösten Ortschaften ein. Nach einer Einführung um 10.30 Uhr im Kultur- und Militärmuseum und der Möglichkeit zum Mittagessen (11.30 Uhr, in Grafenwöhrer Lokalen) werden ab 13 Uhr im Truppenübungsplatz verschiedene ehemalige Ortschaften mit dem Bus angesteuert. Unter fachkundiger Führung wird ihre Geschichte wieder lebendig.

Die Rückkehr zum Museum ist für 17 Uhr geplant. Dort schwelgt ab 18 Uhr die gebürtige Haagerin Elfriede Krapf bei einer Lesung in Erinnerungen an ihren Heimatort und liest Episoden aus ihrem Buch "Haag - einst ein blühender Ort in der Oberpfalz". Anmeldung für die Fahrt im Kultur- und Militärmuseum (09641/85 01, info@museum-grafenwoehr.de). Für die Sonderfahrt sind 20 Euro zu zahlen, der Eintritt zur Lesung ist frei.
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