27.10.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Zum Reformationsjubiläum 95. Luther-Baum gepflanzt: Zeichen der Ökumene

Seit Mittwoch gibt es in Grafenwöhr ein "Martin-Luther"-Apfelbäumchen. Es ist der 95. Baum, den Kreisheimatpflegerin Leonore Böhm gesteigert beziehungsweise gezeichnet und der Stadt übergeben hat.

von Renate GradlProfil

Die ersten 95 Bäume der Sorte "Martin Luther" wurden am vergangenen Samstag von den diakonischen Hoffnungstaler Werkstätten aus Biesenthal bei Bernau in Wittenberg übergeben. In Wittenberg hatte Martin Luther am 31. Oktober 1517 mit seinen 95 Thesen die Reformation und die Spaltung der Kirche in Katholiken und Protestanten ausgelöst. Die Reformations-Afelbäume wurden seit 2012 gezüchtet.

Im Beisein einiger Ehrengäste begrüßte Bürgermeister Edgar Knobloch die Kreisheimatpflegerin Leonore Böhm, die den Herbstapfelbaum der Stadt gespendet hat. "Im Vorfeld machte man sich Gedanken, um einen geeigneten Standort für den Baum zu finden. Der Pausenhof wäre schön gewesen, wenn nicht die Umbaumaßnahme angestanden wäre. Deshalb wird er im Umfeld der Kirche und der Einheitslinde gepflanzt", erklärte der Bürgermeister.

"Der Martin-Luther-Baum ist eine neue Sorte mit historischen Wurzeln. Er stammt aus dem Formenkreis des Edelborsdorfer Apfels, der schon 1177 urkundlich erwähnt wurde. Der Baum kostete 500 Euro. Das Geld wurde je zur Hälfte für die Pflege des Baumes und für die Untersuchung, um beispielsweise Schorf oder Mehltau auszuschließen, verwendet", informierte Böhm.

Leon, Alina und Lea sprachen ein Begrüßungsgedicht, das Leonore Böhm verfasst hat: "Ich bin da, ich bin da, komme nicht aus Afrika; Brandenburg ist näher, falleri und fallera! Martin Luther heiß ich, wachse hoch, bin fleißig. Betracht mich doch und du wirst sehen, ich bin überaus fotogen." Die Kinder der vierten Klassen meinten musikalisch: "In meinem kleinen Apfel, da sieht es lustig aus: es sind darin fünf Stübchen, grad, wie in einem Haus..."

Nachdem Knobloch und Böhm den Baum gepflanzt hatten, wurde er zusammen mit den Pfarrern Bernhard Müller und Dr. André Fischer begossen das ökumenische Gebet sowie das Vaterunser gesprochen.

 

 

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