27.11.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Zwei neue Klöppelausstellungen in Grafenwöhr Garn und Spitze im Museum

Seit Sonntag steht das Kultur- und Militärmuseum im Zeichen des Klöppelns. Zwei Sonderausstellungen öffneten am Vormittag. Am Nachmittag konnten die Besucher den Klöpplerinnen bei ihrer Arbeit zuschauen und diese auch kaufen.

Bürgermeister Edgar Knobloch (rechts) und der zweite Bürgermeister von Eschenbach, Karl Lorenz, begutachteten aufmerksam die filigranen Klöppelwerke. Bild: abu
von Angela BuchfelderProfil

Knapp 40 Besucher waren am Sonntagvormittag ins Museum zur offiziellen Ausstellungseröffnung gekommen. Heimatvereinsvorstand Willi Buchfelder begrüßte vor allem die Klöpplerinnen, die aus vielen Nachbargemeinden gekommen. "Sie haben eine wunderschöne Ausstellung zusammengestellt."

Bürgermeister Edgar Knobloch beglückwünschte die Frauen zu Ihrer Ausstellung. Der Titel "Handwerkskunst trifft Kunsthandwerk" sei passend. "Klöppeln ist wirklich ein schwieriges Handwerk und die Werke sind eine wahre Kunst", so Knobloch. Organisatorin Angelika Plankl stimmte die Besucher mit einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Grafenwöhrer Klöppeltreffs auf die Jubliäumsausstellung ein. Sie dankte ihrer Mitorganisatorin Christine Wächter, "denn ohne sie wäre die Organisation der Ausstellung nicht möglich gewesen". Auch dem Heimatverein und der Stadt Grafenwöhr galt ihr Dank.

Die Wettbewerbsausstellung des Deutschen Klöppelverbands macht ebenso Station im Museum. Zum Thema "Feuer und Flamme" reichten die Teilnehmerinnen ihre Werke ein: Von einer Streichholzschachtel über einen Vulkan bis zu einem Feuervogel. Elke Mauritz, Dozentin beim Deutschen Klöppelverband, erklärte, dass es in diesem Jahr leider etwas weniger Einsendungen gegeben habe. "Das liegt daran, dass die Teilnehmerinnen ihre Werke nicht nur selbst fertigen, sondern auch selber entwerfen müssen", so Mauritz.

Insgesamt zeige die Ausstellung ein breites Themenspektrum und bietet wahre Farbexplosion. Hannah Specht umrahmte mit der Geige die Eröffnung musikalisch. Am Nachmittag hatten die Klöpplerinnen Kaffee und Kuchen vorbereitet. Sie ließen sich beim Klöppeln und Rosshaarflechten über die Schulter schauen und boten ihre Handarbeiten zum Verkauf. Viele tolle Sachen gab es zu bestaunen und kaufen: Engel, Sterne, Weihnachtskarten, Socken, Tischdecken und Schmuck - kein Wunsch blieb offen - außer der der Organisatorinnen nach vielen Besuchern. Nur wenige Gäste kamen zum Schauen. Beiden Ausstellungen laufen bis 1. Februar. Jeden Sonntag sind die Frauen des Klöppeltreffs anwesend, zeigen ihr Handwerk und beantworten Fragen. Die nächste Gelegenheit, Weihnachtsschmuck und kleine Geschenke zu kaufen, gibt es beim zweiten Schausonntag, am 10. Dezember, von 14 bis 17 Uhr.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.