29.05.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Neue Energien West Autark im Jahr 2030

Zwei Prozent Rendite zahlt die Energiegenossenschaft Neue Energien West (NEW) an ihre Mitglieder: Und obendrein kommt das gute Gewissen, etwas für den Umweltschutz getan zu haben, machen die Verantwortlichen bei der Generalversammlung deutlich.

Der Vorstand der Bürgergenossenschaft, Johann Meyer. Bild: ü
von Autor ÜProfil

Creußen/Grafenwöhr. Längst ist die Genossenschaft Neue Energien West nicht mehr nur interkommunal: Das zeigte die achte Generalversammlung der 20 Mitglieder. Die war am Wochenende im oberfränkischen Creußen. Wichtigste Info für die Anleger in der Bürgerenergiegenossenschaft: In diesem Jahr erhalten die Mitglieder eine Dividende von zwei Prozent.

Begrüßt wurden die zahlreich erschienenen Genossen vom Vorsitzenden der Vertreterversammlung, Willi Rauch. "Die Genossenschaft schreibt eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht," sagte Rauch. 2016 habe die NEW erneut zugelegt, bei den Mitgliederzahlen wie bei der Bilanzsumme. In den acht Jahren des Bestehens seien knapp 17 Millionen Euro in erneuerbare Energien geflossen. Die Vorteile der Bürgergenossenschaft seien die Beteiligung nach individueller Leistungsfähigkeit in einer sicheren und soliden Anlageform. Weiter nannte Rauch die nachhaltige Förderung des Umweltgedankens, regionale und vertrauenswürdige Anlageform abseits der Großbanken, Aktien und Börsenfonds. Hinzu komme der schonende Umgang mit den Ressourcen und nicht zuletzt eine stabile und überdurchschnittliche Rendite bei jährlicher Kündigungsmöglichkeit.

Neben Geschäftsführer Bernhard Schmidt beschäftigte die Genossenschaft seit 2016 auch Alexandra Schopf fest. Alleine sei die Arbeit nicht mehr zu bewältigen gewesen. Nun werde zudem über die Einstellung einer technischen Fachkraft nachgedacht, die sich dann um die Wartung der Anlagen kümmern soll.

Der Aufsichtsrat der Bürger eG habe im Geschäftsjahr 2016 mit den Mitgliedern Stefan Dötsch, Dieter Klein, Karl Lorenz, Bernhardt Stangl, Helmuth Wächter, Harald Wagner und Willi Rauch den Vorstand überwacht. Die Beschlüsse seien mit dem Vorstand und meist einstimmig gefasst worden. Der Aufsichtsrat habe dem Vorschlag des Vorstandes zugestimmt und empfahl den Mitgliedern, den Überschuss von 282 351,95 Euro zusammen mit einer Vorabausschüttung in Höhe von 24 884,70 Euro an die Mitglieder auszuschütten, das sind insgesamt 307 236,65 Euro. Für das Geschäftsjahr 2016 erhalten die 1355 Mitglieder, die bis zum 31. Dezember eingetreten waren, eine Dividende von 2 Prozent. Ein Geschäftsanteil beträgt 500 Euro.

Geschäftsführer Bernhard Schmidt stellte die Struktur der Firmengruppe NEW vor. Er betonte, die Genossenschaft wirtschafte nachhaltig mit den Geldern der Mitglieder. Die große, realistische Vision sei für die Kommunen, bis zum Jahr 20 30 Energieautarkie zu sein. Vorstandsmitglied Wolfgang Haberberger informierte die Mitglieder über das Thema "Elektromobilität." Grußworte an die Versammlung richtete der Bürgermeister der Stadt Creußen, Martin Dannhäuser.

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