08.02.2012 - 00:00 Uhr
GuteneckOberpfalz

Dorferneuerung und Flurneuordnung: Verfahren im Gemeinderat erläutert Weichen für Zukunft stellen

von Hermann HaasProfil

Über die Hälfte der Einwohner Bayerns lebt noch auf dem ländlichen Raum. Doch in den Randlagen der bodenständig strukturierten Gebiete tendieren vor allem die jungen Leute immer mehr zur Abwanderung in die größeren Städte und deren Einzugsbereiche. Dies hat zur Folge dass die Bevölkerung auf dem Lande veraltet und die Einwohnerzahlen rückläufig sind.

Die hiervon betroffenen Gemeinden müssen entgegensteuern und infrastrukturelle und ökologische Bedingungen für das Leben auf dem Dorf schaffen, den Gemeinschaftsgeist erhalten oder wieder neu beleben und eine Strategie erarbeiten, die eine zukunftsträchtige Entwicklung für Dorf und Gemeinde sichert.

Die Gemeinde Guteneck hat diese Zeichen der Zeit erkannt und die Dorferneuerung für den Ort Guteneck beschlossen. Der Freistaat Bayern greift den Kommunen dabei unter die Arme und unterstützt die Gemeinden mit seinem Dorfentwicklungsprogramm. Parallel dazu wurde auch die Flurneuordnung für die Gemarkungen Guteneck und Weidenthal vor einigen Jahren beantragt. Für die Maßnahme steht eine Gesamtfläche von etwa 660 Hektar zur Bereinigung an. Die Flurneuordnung ist ein Verfahren, um die Kulturlandschaft nachhaltig zu entwickeln und die Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft zu verbessern. Wegen der immer größer werdenden Maschinen benötigen die Landwirte auch umfassendere Flächen.
Das Amt für ländliche Entwicklung kam nun bereits zu einem Ortstermin nach Guteneck und zur Sitzung des Gemeinderates, um den Ablauf der beiden Verfahren zu erläutern (siehe grüner Kasten). Bürgermeister Johann Wilhelm informierte eingangs, dass in der Gemarkung Weidenthal ein Teil der Fluren vor vielen Jahren im Zuge von Straßenbaumaßnahmen schon bereinigt wurde. In der Gemarkung Guteneck sei diesbezüglich noch nichts geschehen. Da die beiden Gebiete direkt nebeneinander angrenzen, wäre die Abwicklung in einem Verfahren möglich.

Die Flur- und die Dorfwerkstatt werden allerdings nicht von der Behörde übernommen. Die Gemeinde schlug deshalb das Architekturbüro Gottfried Blank aus Pfreimd vor. Das Leistungsbild für die beiden Verfahren formuliert das Amt und leitet es dem Büro zu. Danach kann bereits heuer noch mit den Vorarbeiten und Erhebungen begonnen werden. Die Anordnung der Flurbereinigung und der Dorferneuerung wird dann im kommenden Jahr erfolgen.

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