28.07.2012 - 00:00 Uhr
GuteneckOberpfalz

Gut besuchte Bürgerversammlung zur Flurneuordnung und Dorferneuerung Breite Zustimmung für die Ideen

Bei der Bürgerversammlung zur Flur- und Dorferneuerung in der Gemeinde Guteneck wurde ein breiter Konsens für die beiden Maßnahmen festgestellt. In einem Vorbereitungsseminar im Juni wurden bereits zahlreiche Handlungsschwerpunkte und Zielsetzungen definiert. Die Teilnehmer präsentierten nun diese Arbeitsergebnisse der Öffentlichkeit und erhielten einmütige Zustimmung.

von Hermann HaasProfil

Mit dem Lied "Seid's alle do?" von der "Biermösl Blosn"wurde die Versammlung, zu der etwa 70 Interessenten gekommen waren, originell eingeleitet. Der überaus gute Besuch sei ein Beweis dafür, dass in der Gemeinde reges Interesse an den Maßnahmen besteht, stellte Bürgermeister Johann Wilhelm eingangs fest. Er dankte den Teilnehmern, die in dem zweitägigen Seminar im Kloster Strahlfeld bereits wertvolle Vorarbeit geleistet haben. Was alles umgesetzt werden soll lege jedoch nicht die Gemeinde fest, die Ideen sollen vielmehr von den Bürgern kommen. Sie könnten sich durch die Mitarbeit in den verschiedenen Arbeitskreisen einbringen.

Ziele erarbeiten

Baurätin Petra Trux vom Amt für Ländliche Entwicklung gab zu verstehen, dass nach mehreren vorbereitenden Veranstaltungen und einer Dorfbegehung das Seminar den eigentlichen Startschuss zur Flur- und Dorfwerkstatt darstellte. In den zwei Tagen, die von einer konstruktiven und lockeren Diskussions-Atmosphäre geprägt waren, wurden Zielsetzungen und Schlüsselmaßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung in der Gemeinde erarbeitet. Aufgrund des großen Engagements und Durchhaltevermögens aller Seminarteilnehmer konnten wichtige Ergebnisse erzielt werden.
Landschaftsarchitekt Gottfried Blank erläuterte dann den Ablauf der Flur- und Dorfwerkstatt als nächstes Glied in der Kette. Sie ist die Bürgerbeteiligung in seiner weitreichendsten Form nach dem Motto "Wir erarbeiten unsere Ziele und Vorstellungen sowie das Leitbild und die Maßnahmen gemeinsam".

Die beiden Einrichtungen stellen die Vorbereitungsphase, vor der eigentlichen Anordnung des Verfahrens dar. Es wird aber bereits ein klares Handlungskonzept mit Leitbildfindung formuliert. Dabei sind die Arbeitskreise der wichtigste Bestandteil der Arbeit.

In der Flurwerkstatt finden vor allem Besprechungen mit dem Arbeitskreis zur grundsätzlichen Aufgabenstellung statt sowie die Beschaffung und Auswertung planungsrelevanter Daten. Außerdem erfolgen Geländebegehungen mit den Beteiligten, die Aufbereitung des Daten- und Kartenmaterials und die Zusammenfassung der Planungsvorgaben.

Veranstaltungen geplant

Ferner gibt es Veranstaltungen zu verschiedenen Themen wie Grundzüge der Bodenordnung und der zukünftigen Bewirtschaftung, landwirtschaftliche Erschließung und Naturschutz. Aber auch Gewässer- und Hochwasserschutz und Wasserrückhaltung in der Fläche werden behandelt. Ebenso werden Konzepte zur Entwicklung des Wegenetzes gestaltet. Hier erfolgen themenspezifische Bestandsaufnahmen wie die Erhebung Dorfentwicklungs relevanter Bestandsmerkmale und deren Dokumentation, die Auswertung von Fachplanungen sowie Ortsbegehungen mit den Bürgern, dem Gemeinderat und den Fachbehörden gab Blank zu verstehen. Weiter erfolgen eine Stärken-Schwächen-Analyse und die Herausarbeitung vor Kernproblemen bei den Arbeitskreissitzungen.

In der weiteren Phase werden Ziele für eine langfristige Entwicklungsstrategie von Guteneck und Weidenthal erarbeitet und zu einem ortsbezogenen Leitbild zusammen geführt. Die Ergebnisse werden mit dem Gemeinderat und den Bürgern abgestimmt. Das Konzept kann nach Anordnung des Verfahrens weiter fortgeschrieben und verfeinert werden (weiterer Bericht folgt).

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