29.03.2017 - 10:56 Uhr
GuteneckOberpfalz

Ermittlungen für die Flurneuordnung beginnen am 11. April Wertermittlung der Grundstücke läuft an

Aufgabe der Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung ist die Neuordnung des Verfahrensgebietes. Mit der Wertermittlung, aller Felder und Wiesen durch landwirtschaftliche Sachverständige und dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft wird der Tauschwert der Grundstücke festgestellt und die Basis für eine wertgleiche Abfindung geschaffen.

Die Wertermittlung der Grundstücke im Zuge der Flurneuordnung ist ein wesentlicher und wichtiger Teil des Verfahrens. Deshalb konnte der Vorstandsvorsitzende Baurat Martin Stahr (stehend vorne links) auch zahlreiche beteiligte Landwirte bei der öffentlichen Sitzung im Gemeindehaus begrüßen. Bild: haa
von Hermann HaasProfil

Ab April läuft die Wertermittlung in den Gemarkungen Guteneck und Weidenthal. Deshalb konnte der Vorstandsvorsitzende, Baurat Martin Stahr vom Amt für Ländliche Entwicklung, zahlreiche beteiligte Landwirte bei der öffentlichen Sitzung im Gemeindehaus begrüßen. Er gab ausführliche Informationen, wie die die Bewertung abläuft. Nach dem Flurbereinigungsgesetz ist jeder Teilnehmer für seine Grundstücke, unter Berücksichtigung der vorgenommenen Abzüge, mit Land vom gleichen Wert, abzufinden. Die vorhandenen Werte der Bodenschätzung sind nicht mehr verwendbar, weil sich im Laufe der Zeit viele Änderungen ergeben haben können. Der Boden ist daher neu zu bewerten.

Der Wert des Grundstücks wird durch die natürliche Beschaffenheit und den Ertrag, der daraus erwirtschaftet wird, beeinflusst. Maßgeblich ist auch der objektive Wert, den ein Grundstück bei üblicher Bewirtschaftung erfahren kann. Die Ergebnisse werden für die Festlegung der von den Teilnehmern aufzubringen-den Flurbereinigungskosten und die Ermittlung des Landabzugs nach Wertpunkten benötigt. Zuständig für die Wertermittlung sind die sieben Vorstandsmitglieder sowie vier landwirtschaftliche Sachverständige, die vom ALE ausgewählt werden.

Der Ablauf

Im gesamten Verfahrensgebiet werden etwa 15 Mustergründe mit einem Ausmaß von jeweils einem Kubikmeter festgelegt. Sie werden am 11. April aufgedeckt und am darauffolgenden Tag von der Kommission bewertet. Persönliche Wertvorstellungen spielen dabei keine Rolle. Die Schätzung der Felder und Wiesen mit neutralen Sachverständigen, Vorstandsmitgliedern und Helfern läuft am 18. April an. Hier werden von den Teams mit jeweils drei Personen im Abstand von 25 Meter und 25 Meter in der Reihe immer Bodenproben ge-zogen und in eine Wertermittlungskarte aufgenommen. Die Arbeiten werden etwa drei Wochen in Anspruch nehmen.

Baurat Stahr informierte auch über die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen die nach dem Flurbereinigungs-gesetz durchzuführen sind. Hierdurch soll das Oberflächen- und Niederschlagswasser in der Fläche zurückgehalten oder durch Rückhaltebecken der Abfluss verlang-samt werden. Mittlerweile besteht die Möglichkeit zwei Flächen käuflich zu erwerben. Dadurch kann die Bach-renaturierung wie vorgesehen umgesetzt und an anderer Stelle ein Wegseitengraben angelegt werden.

Wegebau ab 2018

Der für heuer vorgesehene Beginn der Wegebaumaßnahme wird sich wegen interner Abstimmungen und der notwendigen fachlichen Prüfungen auf nächstes Jahr verschieben. Das Ziel heuer ist, die Fertigstellung der Entwurfsplanung für die einzelnen Wegtrassen und die planrechtliche Genehmigung zu erwirken, so dass definitiv im nächsten Jahr der Wegebau anlaufen kann. Das gesamte zu bauende Wegenetz ist 8,8 Kilometer lang. Es werden überwiegend gute Schotterwege der Bauklasse 7a mit hoher Tragfähigkeit angelegt. Stahr gab noch bekannt, dass bei der Dorferneuerung für Guteneck die Planungen für die Hofmarkstraße abgeschlossen sind. Die Gemeinde wird die dafür notwendigen Flächen zum vereinbaren Preis noch erwerben.

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