04.09.2017 - 20:00 Uhr
GuteneckOberpfalz

Gemeinderatsitzung in Guteneck Innensanierung für das alte Schulhaus

Das ehemalige Schulhaus in Guteneck soll künftig durch zusätzliche verstärkte Nutzung mit weiterem Leben erfüllt werden. Allerdings ist zuvor eine aufwendige Renovierung erforderlich. Neben einer energetischen Sanierung mit wärmedämmenden Maßnahmen sind auch Umbaumaßnahmen im Innenbereich auf beiden Etagen vorgesehen.

Das ehemalige Schulhaus in Guteneck wird künftig einer verstärkten Nutzung zugeführt. Deshalb sind einige Umbauten im Gebäude notwendig. Die Gemeinde wird nun die Maßnahme bei der Regierung anmelden um eine Förderung über das ELER-Programm zu erreichen.
von Hermann HaasProfil

Die Hubertusschützen haben schon seit mehreren Jahren im Erdgeschoss des alten Schulhauses ihr Vereinsheim eingerichtet und hier auch den Schießstand für die Luftdruckwaffen. Allerdings ist das alte Gebäude mittlerweile dringend renovierungsbedürftig. Nun hat der Freistaat Bayern für die Sanierung erhaltenswerter Bauwerke das Programm namens "ELER" aufgelegt. Hieraus werden öffentliche Einrichtungen zur Förderung der Dorfgemeinschaft oder der Dorfkultur bezuschusst.

Die Gemeinde will nun das ehemalige Schulhaus für die Innensanierung bei der Regierung für dieses Programm anmelden, schlug Bürgermeister Johann Wilhelm bei der Gemeinderatsitzung vor. Die erforderlichen Unterlagen für die Eingabe werden vom Architekturbüro Schönberger erstellt. Bei der Begutachtung des Gebäudes stellte der Architekt fest, dass die Bausubstanz auf jeden Fall erhaltenswert ist.

Neben der energetischen Sanierung des Gebäudes sind, wegen der Nutzungsänderung, auch Umbaumaßnahmen an den Innenräumen erforderlich, gab Wilhelm zu verstehen. Im Erdgeschoss werden lediglich der Schießstand verlängert, ein Umkleideraum eingebaut und kleinere Veränderungen durchgeführt. Im Obergeschoss ist ein Mehrzweckraum mit etwa 85 Quadratmeter geplant, der für Vereine oder verschiedene Anlässe genutzt werden kann.

Die Gemeinde hat schon vor etwa drei Jahren die Erstellung eines Energiekonzeptes für den Betrieb eines Nahwärmenetzes für die Ortschaft Guteneck in Auftrag gegeben erinnerte der Bürgermeister. Vorgesehen war hier ein Biomasseheizkraftwerk das mit nachwachsenden heimischen Rohstoffen, vorwiegend mit Hackschnitzel der ansässigen Forstwirte, betrieben wird.

Da jedoch mit der Wärmeerzeugung alleine zu wenig Wirtschaftlichkeit erreicht werden kann, beabsichtigt die Gemeinde, die geplante Anlage entsprechend zu erweitern und aufzurüsten, um damit zusätzlich auch eigenen Strom produzieren zu können. Bedarf besteht auf jeden Fall für das Gemeindehaus, das Schützenheim und den Schlossbereich. Inwieweit auch Interesse von privaten Abnehmern vorhanden ist, müsste erst noch ermittelt werden.

Die Gemeinde wird nun vorerst einen Termin mit zwei Beratern vereinbaren, die ihre Systeme mit Wirtschaftlichkeitsberechnungen dem Gemeinderat vorstellen, um nähere Informationen zu erhalten. Danach wird hierüber nochmals beraten, wie weiter verfahren wird.

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