30.11.2017 - 17:02 Uhr
GuteneckSport

Toller Lauf der Sportfreunde Weidenthal Adlers Bilanz: "Wir stehen zu Recht da oben"

Die Kreisliga West ist in dieser Saison voller Überraschungen: An der Spitze steht - nicht zu erwarten - der FC OVI-Teunz. Den TSV Stulln hätte vor dieser Spielzeit keiner auf Platz zwei vermutet. Die größte Überraschung sind aber wohl die Sportfreunde aus Weidenthal.

Andreas Lottner (im gelb-schwarzen Trikot) stürmt Richtung Tor. Es läuft sehr gut bei den Sportfreunden Weidenthal. Das Team von Trainer Christian Adler liegt auf Rang vier der Kreisliga West und damit in Lauerstellung. Bild: mhs
von Josef Maier Kontakt Profil

Guteneck/Weidenthal. Platz vier in der Kreisliga West zur Winterpause - auf den ersten Blick ist das mehr als ordentlich. Auf den zweiten Blick ist das super, denn die Sportfreunde Weidenthal haben noch Nachholspiele in der Hinterhand. Während die beiden Führenden FC OVI-Teunz (35 Punkte) und der TSV Stulln (31) bisher 16 Saisonspiele absolviert haben, liegen die Sportfreunde (27 Punkte) bei erst 14. "Wir stehen ganz zu Recht da oben", sagt Trainer Christian Adler, der vor der Saison von seinem Heimatverein DJK Dürnsricht kam. "Zunächst war natürlich der Klassenerhalt das Ziel", erzählt der 37-Jährige. Doch dann liefen schon die ersten Spiele der Saison blendend. "Ich glaube, mit dem Abstieg haben wir nichts mehr zu tun", legt sich Adler, der auf die jüngste aller Kreisliga-Mannschaften zurückgreifen kann, auch fest.

Und nennt dann gleich einen wichtigen Grund für den Erfolg: "Das hier ist einfach ein verschworener Haufen. Die gehen als elf Freunde auf den Platz und danach auch gemeinsam aus." Abteilungsleiter Jonas Schmucker hat die Entwicklung des Teams schon länger im Blick: "Obwohl die Mannschaft so jung ist, spielen die meisten schon länger zusammen", sagt er. Da sei etwas gewachsen. Auch schon unter Adlers Vorgänger Christian Hechtl. "Dort hatten die Jungs schon eine gute taktische Ausbildung."

Adler hat das System noch verfeinert, setzt auf eine stabile Vierer-Abwehrkette und einen starken Torwart Tobias Schönberger. Mit nur zwölf Gegentoren hat Weidenthal die beste Abwehr der Liga. In der Offensive trifft Claus Großmann am häufigsten, er führt mit sieben Toren die vereinsinterne Torjägerliste an. Aber auch Fabian Hauer und Stefan Schmittner sind torgefährlich (je vier Treffer). Ein Manko in der Mannschaft sei, dass vielleicht ab und an mal ein ganz erfahrener Spieler auf dem Platz fehle, sagt Adler. Seine Jungs würden dann versuchen, das durch totalen Einsatz wettzumachen. "Ich glaube einfach, insgesamt sind wir schwer zu bespielen", nennt der Trainer einen weiteren Grund für den Erfolg. Er und Abteilungsleiter Schmucker sagen aber auch, dass das Team auch "ein bisschen Glück" hatte. Der Spielplan habe zunächst leichtere Gegner beschert. "Da hatten wir dann auch gleich einen Lauf", meint Schmucker.

Auf die Hallenrunde mit Futsal verzichten die Weidenthaler wie alle Jahre. Ab Mitte Februar bereiten sich die Fußballer dann auf die Rest-Rückrunde vor. Spitzenreiter FC OVI-Teunz und den Zweitplatzierten TSV Stulln hält Adler für die Aufstiegsfavoriten. Gegen beide verloren die Sportfreunde in der Vorrunde etwas unglücklich. Auch den SV Neubäu hat er noch nicht abgeschrieben. Für die Weidenthaler wäre der Gang in die Bezirksliga der bisher größte Erfolg der Vereinsgeschichte. "Wir nehmen das Wort nicht in den Mund", sagt Adler grinsend. Will heißen: Bezirksliga? Warum nicht.

Wir stehen ganz zu Recht da oben.Christian Adler, Trainer der Sportfreunde Weidenthal
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.