23.03.2018 - 20:00 Uhr
Guteneck

Gartenbauingenieur Thomas Janscheck spricht in Guteneck Praktische Hinweise für Gartler

Wie kann man Bienen im Juli eine Freude machen? Gartenbauingenieur Thomas Janscheck hat bei der Jahreshauptversammlung des Gartenbauvereins Guteneck einen Tipp dabei.

Gartenbauingenieur Thomas Janscheck beschäftigt sich in seiner Freizeit mit altem Gärtnerwissen. Bild: scg
von Autor SCGProfil

Schriftführerin Gertraud Schichtl gab einen umfassenden Rechenschaftsbericht ab. Dabei sprach sie unter anderem von der Anpflanzung an der neuen Gemeindekanzlei, der Beteiligung am Gemeindepokalschießen und dem Kartoffelwettbewerb im Rahmen des Kinderferienprogramms. Im vergangenen Herbst wurden unter Anleitung von Gabi Gilch auf gemeindlichem und gräflichem Grund tausende Blumenzwiebeln gepflanzt. Diese sollen in diesem Frühling einem Fachpublikum vorgestellt werden und zur Verschönerung des Ortsbildes an den Gartentagen beitragen.

Arbeitsreich und erfolgreich war wieder der Kaffeestand auf Schloss Guteneck während des Weihnachtsmarktes zusammen mit dem Katholischen Landvolk. Laut Kassiererin Inge Frank trägt der Einsatz beim Weihnachtsmarkt auch jedes Jahr zu einer Mehrung des Vereinsvermögens bei. Zudem bekam man eine Spende der Raiffeisenbank. Bürgermeister Johann Wilhelm dankte den Vereinsmitgliedern im Namen der Kommune für die Pflege öffentlicher Flächen.

Vorsitzende Elisabeth Kederer stellte das Jahresprogramm vor. Am 24. April will man die Gutsgärtnerei Nägele in Wolfring besuchen. Interessenten sollen sich baldmöglichst bei ihr anmelden. Am 30. Juni lädt sie ein, eine Deko-Kugel aus Fliesen zu gestalten. Anschauungsmaterial und Fliesenmuster gibt es bei Kederer, Hutackerweg 5. Für die Landesgartenschau in Würzburg besorgt sie wieder ermäßigte Eintrittskarten und organisiert eventuell eine Busfahrt. Mit Kindern will der Verein in den Pfingstferien eine Blumenwiese ansäen und sich im Herbst mit einer Aktion am landesweiten Jugendwettbewerb "Streuobst - Vielfalt - Beiß rein!" beteiligen.

Gartenbauingenieur Thomas Janscheck beschäftigt sich in seiner Freizeit mit altem Gärtnerwissen. Im katholischen Bayern hat man sich für viele Arbeiten auf dem Feld und im Garten an Namenstage wichtiger Heiliger gehalten. "An Laurenzi ist es Brauch - hört's Holz zu wachsen auf", bedeutete für Gärtner, dass jetzt die günstigste Zeit ist, um Nadelgehölze umzuschulen.

Von St. Martin bis St. Georg ruhte die Vegetation. "An Kunigund kam die Wärm von unt" und am 17. März begann mit St. Gertraud das Gartenjahr. Janscheck wusste auch, dass das Einkreuzen von Golden Delicious dazu führte, dass Allergiker auf alle neuen Apfelsorten reagieren. Alte Sorten wie Berlepsch oder Goldparmäne kommen daher wieder auf den Markt und werden für Allergiker empfohlen.

Er plädierte dafür, umzudenken und den Garten im Herbst nicht komplett abzuräumen und auf das Fräsen im Garten zu verzichten. Das kommt Nützlingen wie dem Regenwurm zugute. Weiter empfahl er alte, ungefüllte Rosensorten wie die Kapuzinerrose, und plädierte für die Pflanzung von Winterlinden, die im Juli blühen und für Bienenfutter sorgen, wenn die nützlichen Insekten sonst nichts mehr finden.

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