06.03.2018 - 20:00 Uhr
Guteneck

Gemeinderatsitzung in Guteneck Bis zu 6000 Fahrzeuge täglich durch Unteraich

Die übersichtliche Ortsdurchfahrt der Staatsstraße in Unteraich verleitet viele Autofahrer immer wieder, schneller zu fahren als erlaubt. Bei einer Verkehrszählung wurden bis zu 6000 Fahrzeuge am Tag registriert. Davon überschritt über die Hälfte die erlaubte Inner-ortsgeschwindigkeit. Nun erfolgt eine gezielte Verkehrsüberwachung.

Die Ortsdurchfahrt der Staatsstraße 2156 in Unteraich wird täglich von bis zu 6000 Fahrzeugen passiert. Dabei fahren viele schneller als erlaubt. Künftig erfolgt an verschiedenen Tagen eine kommunale Verkehrsüberwachung, um die Raser zu erfassen und zur Kasse zu bitten. Bild: haa
von Hermann HaasProfil

Die überhöhte Geschwindigkeit, mit der viele Autofahrer oftmals durch Unteraich "rasen", ist immer wieder ein leidliches Diskussionsthema im Ort. Durch die Nichteinhaltung der innerörtlichen Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Kilometer pro Stunde sind vor allem die Kinder, die zum Schulbus gehen oder vom Bus kommen, gefährdet.

Aber auch die Landwirte haben es oftmals schwer, mit ihren Fahrzeugen und Arbeitsmaschinen in die Straße einzubiegen. Hinzu kommt noch der erhöhte Lärmpegel, der durch die schnellen und lauten Fahrzeuge verursacht wird.

Bei einer Verkehrszählung wurden an Spitzentagen bis zu 6000 Fahrzeuge gezählt, die die Staatsstraße 2156 durch Unteraich passieren. Davon fuhren über 50 Prozent zu schnell, der "Rekordraser" hatte gar 111 Stundenkilometer auf dem Tacho. Bei einer polizeilichen Kontrolle wäre das teuer geworden.

Die durch die Polizei wiederholt vorgenommenen Messungen und Kontrollen wirkten jeweils nur für kurze Zeit. Die Gemeinde will nun die Gefahren, die von den Schnellfahrern ausgehen, mindern. Sie lässt jetzt durch den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit aus Amberg zu unterschiedlichen Zeiten eine Verkehrsüberwachung machen. Dadurch werden die Raser erfasst und entsprechend zur Kasse gebeten.

Kaum Einnahmen

Der Zweckverband setzt zur Verkehrskontrolle die gleichen technischen Geräte wie die Polizei ein. Mit dieser Maßnahme wird keine Gewinnerzielungsabsicht angestrebt. Alle eingenommenen Verwarn- und Bußgelder gehen zwar an die Kommune, doch für die Überwachung und die Sachbearbeitung erhebt die Institution von der Gemeinde Gebühren. Diese decken sich in der Regel allerdings mit den Einnahmen.

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