20.07.2017 - 17:22 Uhr
GuteneckOberpfalz

Ideen fürs eigene Projekt

Die Fluren werden neu geordnet: Das bedeutet bessere Wege, Hochwasserschutz. Am Beispiel Mitterauerbach nahmen diejenigen, die derzeit in den Startlöchern stehen, gute Ideen mit.

Die Vorstandschaften der Teilnehmergemeinschaften Guteneck und Fronhof besichtigten in Mitterauerbach die verschiedenen Wegetypen um einen Eindruck über die Beschaffenheit der verschiedenen Varianten zu bekommen. Baurat Martin Stahr und Baudirektor Werner Bachseitz (links im Bild) gaben hierzu Informationen über den Aufbau der einzelnen Wege.
von Hermann HaasProfil

In den Bereichen Guteneck mit Weidenthal sowie in Fronhof laufen derzeit die Flurneuordnungsverfahren. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) organisierte deshalb für die Vorstände der Teilnehmergemeinschaften eine Besichtigung der bereits umgesetzten Maßnahmen in Mitterauerbach. Baudirektor Werner Bachseitz und Baurat Martin Stahr vom ALE gaben einen kurzen Überblick zu den beiden laufenden Verfahren.

Die Maßnahme Guteneck mit Weidenthal umfasst 437 Hektar mit etwa 1000 Flurstücken. Im Frühjahr lief hier bereits die Wertermittlung. Die ersten Wegebauten sind für nächstes Jahr geplant. Im Verfahren Fronhof mit Siegelsdorf stehen 240 Hektar Felder und Wiesen mit etwa 500 Flurstücken zur Neuordnung an. In der Wegenetzplanung sind 5,8 Kilometer vorgesehen. Umgesetzt wird das Ganze voraussichtlich ab 2019.

Frostsichere Wege bauen

Bachseitz und Stahr schilderten dann die im Verfahren Mitterauerbach realisierten Wegebaumaßnahmen. Hier wurden verschiedene Wegebautypen in unterschiedlichen Ausbaustandards angelegt. Teilweise wurde auch bei außergewöhnlichen Steigungen griffiges Verbundpflaster verlegt. Überwiegend wurden die Hauptwirtschaftswege in der bei Schotterwegen am stärksten belastbaren Version gebaut. Diese Wege haben einen Aufbau von 60 bis 70 Zentimeter und sind daher absolut frostsicher: Das ist etwas teurer, aber dafür auch sehr lange haltbar. Die Wegetypen wurde anschließend besichtigt. Für vorbeugenden Hochwassersschutz wurden auch an mehreren Stellen ökologische Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt, um damit das Oberflächen- und Niederschlagswasser in der Fläche zurückzuhalten oder durch Rückhaltebecken den Abfluss zu verlangsamen. Dies ist auch in den beiden Verfahren Guteneck und Fronhof erforderlich.

Johannes Schart, Sprecher der Teilnehmergemeinschaft Mitterauerbach, gab Ratschläge aus eigener Erfahrung. Wichtig sei es, dass der Vorstand nicht alleine über die Projekte entscheide: "Das kann Ärger und Verdruss bereiten." Es müssten alle Teilnehmer mit in das Verfahren eingebunden, deren Meinungen angehört und auch akzeptiert werden.

Viele neue Erkenntnisse

Baudirektor Bachseitz und Baurat Stahr dankten den Vorstandschaften für ihr Interesse. Die Besichtigungen sollen den Verantwortlichen Entscheidungen erleichtern. Man müsse sich vorher genau überlegen, "was alles erforderlich ist und benötigt wird". Besonders bei der Anlage der Wege sollte keine bescheidene Alternative gewählt werden. Umplanungen und Nachträge würden immer Mehrarbeit bedeuten und brächten Zeitverzögerungen. Bürgermeister Johann Wilhelm stufte die Zusammenkunft als sehr wichtig ein, habe man doch vor Ort Einsicht in das Verfahren bekommen und nehme neue Ideen mit.

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