Führung durch die Hahnbacher Felsenkeller
Unter der Erde lauern die Geister

Freizeit
Hahnbach
24.08.2017
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Frisch ist es in den Felsenkellern an der Vilsecker Straße in Hahnbach. Das bekamen auch die zahlreichen Kinder und Erwachsenen mit, die an der Führung durch den Untergrund teilnahmen.

Das von der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils/Ehenbach (AOVE) organisierte Unterfangen, das Heimatpfleger Ludwig Graf und die Märchenerzählerin Margarete Mildner begleiteten, begann mit einer kleinen Geschichtsstunde. Graf erzählte einiges über die Vergangenheit des Ortes Hahnbachs und die Felsenkeller. Die 21 Räume entstanden um das Jahr 1740 herum und wurden vor allem für die Kaltgärung von Bier sowie die Lagerung von Kartoffeln genutzt.

Bevor die Kinder den Untergrund betreten durften, müssten sie den dort ansässigen Keller- und Baumgeistern ein Geschenk machen, sagte Mildner. Hierfür hatte die ausgebildete Märchenerzählerin Mehlpapp vorbereitet, mit dem die Mädchen und Buben Gesichter aus Blättern und Ästen an die umliegenden Bäume kleben sollten. "Das ist nicht schädlich für den Baum", antwortete Mildner auf die entsprechende Frage eines Jungen.

Denn wurden die Taschen- und Stirnlampen angeschaltet und es ging unter die Erde. Die Temperaturen dort unten sind um einiges niedriger als zutage, und natürliches Licht sucht man vergebens. Graf erklärte den Kindern, dass die Keller in Blasensandstein geschlagen worden sind - ein Material, aus dem neben dem Anbau der Martinskirche auch die Nürnberger Burg besteht. Danach übernahm wieder die Märchenerzählerin das Kommando. Sie forderte die Gruppe zu einem Tanz für die Geister und Gespenster auf. Die Geschichte von einem mutigen Burschen folgte, der durch eine List den Teufel bezwang.
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