21.03.2018 - 20:10 Uhr
Hahnbach

Mit Seifenlauge, Noppenfolie und Schablone hantiert

Der Hahnbacher Frauenbund bot im Klostergewölbe einen Filzkurs unter Leitung seiner Zweigvereinsvorsitzenden Hildegard Gallitzendörfer an. Viele, viele Arbeitsschritte und viel Geduld erfordert diese Handarbeit. Die Teilnehmerinnen strichen immer wieder fest über die mit Seifenlauge angefeuchtete Noppenfolie, unter der sich ebenfalls angefeuchtete, noch unfertige Werkstücke verbargen. "Durch die warme Lauge verbinden sich die Fasern besser", erklärte Kursleiterin Hildegard Gallitzendörfer (Dritte von links). Was beim Haarewaschen sehr unangenehm sein könne, sei hier gewollt. Die Fasern quellen auf, so dass sich die Schuppen ineinander verhaken. Wenn die Fasern durch das Walken miteinander verbunden sind, können die Schablone und die Noppenfolie entfernt und das Werkstück weiter mit der Hand bearbeitet werden, damit der Filz noch dichter und haltbarer wird. "Die Tasche muss auch von links gewalkt werden, damit man innen keine Fusseln hat", unterstrich Gallitzendörfer. Anschließend wurde das Stück gewaschen und in Essigwasser gespült, um letzte Reste der Seifenlauge zu neutralisieren. Vor dem Trocknen könne man es noch, sofern nötig, in Form ziehen, so die Leiterin. "Wahrlich, ein kreatives Hobby", so das Fazit der Teilnehmerinnen nach dem Abschluss der durchaus lehrreichen Stunden. Bild: exb

von Externer BeitragProfil

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp