Aber eine Verbindung zwischen allen Christen
Taufe ist keine Magie

Uli Iberer sowie Christof und Sieglinde Graf (Fünfter bis Siebte von links) vertraten beim ökumenischen Gottesdienst die Aktion Pomoc und freuten sich mit dem Ökumene-Team und den Pfarrern Dr. Roland Kurz und Dr. Christian Schulz (Dritter und Vierter von links) über die Kollekte für Hilfslieferungen ins ehemalige Jugoslawien. Bilder: mma (2)
Lokales
Hahnbach
19.08.2014
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Der evangelische Pfarrer Dr. Roland Kurz aus Sulzbach-Rosenberg predigte beim ökumenischen Gottesdienst auf dem Frohnberg über das Thema "Geheiligt durch die Taufe". Er bezog sich auf den Apostel Paulus und Martin Luther, die beide selbstbewusst die Taufe als große, vollkommene und bleibende Verbindung zu Jesus gesehen haben. Die Taufe sei natürlich kein "magischer Schutz", aber sie vermittle, dass "Gott das letzte Wort hat". Wie bei Geschwistern gebe es zwar zwischen Katholiken und Protestanten manchmal eine Art Hass-Liebe, doch auch hier sei das Gemeinsame immer größer.

Die Kollekte erhielt Uli Iberer für die Aktion Pomoc. Sie wird im Winter in die vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Serbien und Kroatien unter anderem Brennholz bringen.

Über "Maria - Vorbild aller Heiligkeit" sprach Diakon Georg Lindner in der Vorabendmesse. Bei der Hochzeit zu Kanaan habe Maria die Not bemerkt, und als Jesus ihren vorbildlichen Glauben sah, sei jene wunderbare Wandlung von Wasser zu Wein möglich geworden. Wie damals das Personal, so dürften die Gläubigen bis heute darauf vertrauen, dass sie sehr wohl Gnade und Fürbitte bei Jesus vermitteln könne.

An die 1000 Gläubigen waren zum Seniorengottesdienst auf den Frohnberg gekommen. Pfarrer Hans Peter Heindl, der Hahnbacher Ruhestandsgeistliche, erinnerte an den heiligen Bonifatius, der vom Papst beauftragt wurde, zu missionieren. Er habe viele Erfolg verbucht, aber auch zahlreiche Rückschläge einstecken müssen. Als er im Jahr 754 mit 80 Jahren an die friesische Küste zu seinen Anfängen zurückkehrte - sein Leichentuch stets im Gepäck -, wurde er dort erschlagen. Wie Bonifatius sollten alle versuchen, ihrer christlichen Sendung und ihrem Glauben ein Leben lang - trotz mancher Rückschläge - treu zu bleiben, sagte Heindl.

Den Jugendgottesdienst begleiteten die "Voices" unter Irene Klier und Christof Weiß an der Orgel. Pfarrer Schulz erzählte von Chiara Badano, die als 17-Jährige an einem Knochentumor erkrankte. Trotz Chemotherapie, Operation, Bewegungslosigkeit der Beine und starker Schmerzen habe sie ihren Besuchern stets ein Lächeln geschenkt. Für ihre Sterbestunde (mit 19 Jahren) habe sie um ein weißes Kleid gebeten, da doch "Jesus, der Bräutigam, zu mir kommt". Ihr Grab war bald bedeckt mit Zetteln, die ihren Beistand suchten, und da ein Junge, der sich an sie gewandt hatte, eine tödliche Krankheit überwand, betonte Papst Benedikt XVI. bei ihrer Seligsprechung, dass "die besondere Gnade Gottes ihr vorbildlich Glauben, Friede und Gelassenheit" geschenkt habe.
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