Am Sonntag Gottesdienst zur Wiedereröffnung der Frohnbergkirche
Endlich fertig renoviert

Durch den langanhaltenden Winter haben sich die Arbeiten am Turm der Frohnbergkirche länger als geplant hingezogen. Bild: ibj
Lokales
Hahnbach
25.04.2013
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Eigentlich wollte man ja schon im Spätherbst den Abschluss der Außenrenovierung der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt auf dem Frohnberg feiern. Doch erst jetzt sind - bis auf kleinere Reste im Bereich des Glockenturmes und am Sockel - die Arbeiten beendet. Am Sonntag um 10 Uhr wird die Wiedereröffnung mit einem festlichen Gottesdienst und einem kleinen Pfarrfest begangen.

Vor gut zwei Jahren wurden enorme Schäden an der Wallfahrtskirche festgestellt. Gerade im Bereich der Apsis war der Dachstuhl durch Wurmfraß und Nässe einsturzgefährdet. Zusammen mit der gesamten Dacheindeckung mussten die Gesimse erneuert werden. Große, handbreite Risse, vor allem im Bereich der beiden Sakristeien, wurden freigelegt und saniert. Der Außenputz wurde abgestrahlt und mit einem ockergelben Farbton versehen.

Unerwartete Schäden

Schwer zu schaffen machte den Bauleuten die marode Bausubstanz des Glockenturms. Unerwartete Schäden erforderten ständig weitere Kostenberechnungen. Bei der Erneuerung der Kuppel und der Restaurierung des Turmkreuzes mussten das gesamte Gesims ausgewechselt, viele Steine erneuert sowie die restlichen mit gedrillten Edelstahlstäben verbunden und die Hohlräume im Mauerwerk mit über 900 Injektionen verfüllt werden. Als ständige Sicherung wurden vier Ringanker am Turm angebracht. Den Schutz des Sandsteins vor einer weiteren Verwitterung soll ein fünflagiger Farbanstrich sicherstellen. Zuletzt wurden der Außenbereich neu angelegt, der westliche Kirchplatz neu gestaltet sowie zwei größere Lindenbäume gepflanzt. Vier "Böllerleuchten" tauchen den Turm und den Platz bei Dunkelheit in ein angenehmes Licht. Sehr froh sind die Verantwortlichen über den unfallfreien Verlauf der ganzen Maßnahme.
1,8 Millionen Euro mussten dafür aufgewendet werden, von denen die Pfarrgemeinde 750 000 aus eigenen Mitteln trug. Mit vielen Spenden der Bevölkerung sowie der Gemeinde wurde die Maßnahme unterstützt. Durch die gute Zusammenarbeit der Kirchenverwaltung mit der Finanzkammer und dem Baureferat der Diözese, dem Bezirk, dem Landesamt für Denkmalpflege und der unteren Denkmalschutzbehörde beim Landratsamt kamen Zuschüsse in Höhe von 1 050 000 Euro zusammen.

Kleines Pfarrfest

Zur Feier am Sonntag bewirten Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung die Gäste. Alle Vereine sind mit ihren Fahnen eingeladen. Die Marktbläser und die Singgemeinschaft St. Jakobus sorgen für Musik.
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