16.08.2014 - 00:00 Uhr
HahnbachOberpfalz

Frohnberg-Predigt über Opus-Dei-Gründer Josefmaria Escrivá Jeder soll heilig sein

"Die Gläubigen neugierig machen", wollte Pfarrer Dr. Christian Schulz mit seiner Frohnbergfest-Predigt über den Heiligen Josefmaria Escrivá, den Gründer der als konservativ geltenden römisch-katholischen Laienorganisation Opus Dei. Der Hahnbacher Ortspfarrer stellte dabei auch klar, kein Mitglied dieser von nicht wenigen Gerüchten umrankten Organisation zu sein. Auch wehre er sich gegen jegliches "Schubladendenken".

Mit einer gewissen Spannung war der Mittwochnachmittags-Gottesdienst von Pfarrer Dr. Christian Schulz erwartet worden, weil er eine Predigt über Opus-Dei-Gründer Josefmaria Escrivá angekündigt hatte. Bild: mma
von Autor MMAProfil

"Den Alltag heiligen", das habe Escrivá verkörpert und müsse doch als ein allgemein christliches Ziel anerkannt werden. Vielleicht komme jedoch so manchem aber auch dieser "Ruf zur Heiligkeit" zu nahe, fragte sich Schulz, da der spanische Heilige sehr konsequent die "echte allgemeine Nachfolge aus ganzem Herzen" eingefordert habe. Mit Ausschnitten aus Escrivás Leben versuchte der Pfarrer dessen zentrale Anliegen darzulegen.

Spuren im Schnee

So habe der Spanier als 16-Jähriger einmal Fußspuren von unbeschuhten Karmeliten im Schnee gesehen und sich vor diesem Erlebnis nach seiner eigenen Hingabe und seinem persönlichen Einsatz gefragt. Daraufhin habe er sich entschieden, Priester zu werden und als Reaktion seinen Vater das erste Mal weinen gesehen. Die Zustimmung sei außer Frage gestanden, doch mit der Bedingung verknüpft worden, von nun an "ein Leben in Heiligkeit" zu führen. Wenig später soll den Priesteramtskandidaten die Frage umgetrieben haben, warum in erster Linie Ordensleute und Priester Heilige werden würden. Seine Antwort sei die Vorstellung gewesen, dass eigentlich alle Christen heilig sein sollten, "im Alltag und im Leben und im Beruf, dort, wohin sie Gott gestellt hat".

Auf Angriffe dagegen dürfe nur "mit noch größerer Liebe in Werken und im Herzen geantwortet werden, damit dieses Leben Kreise zieht". Laut Escrivá solle jeder Außenstehende "an der Art des Lebens ablesen können", dass jeder Christ "ein Opus Dei, ein (übersetzt aus dem Lateinischen) Werk Gottes sei. Diese Auffassung habe ihm zwar manchen Konflikt mit Klerikern eingebracht, doch sei der Spanier hartnäckig bei seiner Auffassung geblieben, dass ein Priester allen helfen solle, ein heiligengemäßes Leben zu führen.

Eine Notwendigkeit

In den Fürbitten und vor dem Segen wiederholte der Ortspfarrer die Notwendigkeit für jeden Christen, den Alltag zu heiligen, da "Gott ihn zuerst geliebt habe und das Leben darauf seine Antwort geben solle".

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