Jahreskonzert der Marktbläser sorgt für volle Josef-Graf-Halle - Abschied von Matthias Fenk
Blasmusik in absoluter Vollendung

Lokales
Hahnbach
06.05.2013
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Ein Höhepunkt im Hahnbacher Kulturleben ist das Jahreskonzert der Marktbläser. In der vollen Josef-Graf-Halle erlebten die Konzertbesucher gut zwei Stunden ein echtes "Highlight der Blasmusik" und honorierten die Leistung der 45 Musiker mit minutenlangen Zugabe-Rufen. In besonderer Weise galt der Beifall dem neuen Dirigenten Benno Englhart, welcher seit Herbst bei den Marktbläsern den Takt angibt und jetzt sein Konzert-Debüt gab.

Mit dem fulminanten Eröffnungsstück "Millennium" von Otto M. Schwarz gelang dem Orchester ein beeindruckender Einstieg. Sehr gefühlvoll erklang "Once upon a Time in the West", die bekannte Filmmusik aus Sergio Leones "Spiel mir das Lied vom Tod". Mit Melodien aus den Harry-Potter-Filmen nahm das Orchester sein Publikum mit auf eine mystische Reise in das Leben des Zaubererschülers.

Eine schwierige Aufgabe meisterten Musiker damit, die Höhepunkte aus dem irischen Tanzspektakel "Riverdance" zu vertonen. Nach einem emotionalen Flügelhorn-Solo von Bettina Iberer entstand nach und nach ein besonderer Ohrenschmaus, welcher besonders im Finale des Stückes dem Klarinetten-Register schnelle Finger abverlangte. Zurücklehnen und genießen konnten die Hahnbacher Blasmusikfans dagegen bei der Pop-Ballade "One Moment in Time". Während des beliebten "Baby Elephant Walk" von Henry Mancini spazierte ein "echter" Dickhäuter durch das Publikum und sorgte für Erheiterung. Der Ausflug in die Blues- und Swingwelt fand seine Fortsetzung im "Blue Funk", ein traditioneller Blues mit großen Einflüssen von Funk, Rock und Soul.
Den Abschluss fand die erste Konzerthälfte mit dem "Raiders March", bei welchem sich viele Konzertbesucher an den Film "Indiana Jones" erinnerten. Nach der Pause gehörte die Bühne dem 19-köpfigen Nachwuchs-Orchester unter der Leitung von Stefanie Schuster. "The Young Amadeus" führte in die Welt der Klassik zurück, während beim "Can Can" manche Gäste beinahe das Tanzbein schwingen wollten. Stürmischer Applaus forderte den Lieblingssong der jungen Talente, "I get around". Mit Witz und Charme stellte "Nachwux"- Moderator Sebastian "Sebald" Dorfner die Stücke vor.

Eine besondere Note verlieh dem Konzert die Dankesrede des Vorsitzenden für den ehemaligen Dirigenten Matthias Fenk. Sichtlich bewegt durfte der ehemalige musikalische Leiter "seinen" Musikern, wie er es selbst formulierte, seinen Lieblingsmarsch "Mars der Medici" noch selbst dirigieren, bevor er anschließend den Stab symbolisch an Benno Englhart übergab.

Nach einer schwungvollen "Reisemelodie" von Heinz Greven begaben sich die Hahnbacher Marktbläser in die Welt der Musicals. Mit einem Medley der bekanntesten Stücke aus "Hair", einem Musical aus den späten 60er Jahren zeigten die Orchestermitglieder, dass sie auch nie vergessene "Evergreens" mit Blasmusikinstrumenten hervorragend intonieren können.
Zurück auf den Boden der heimischen, traditionellen Blasmusik kamen mit der "Tatra Polka" die einzelnen Charaktere der flotten Holzbläser, der rhythmischen Blechinstrumenten und der weichen Tenorhörner zum Ausdruck. Die anhaltenden "Zugabe-Rufe" erfüllten Benno Englhart und sein Orchester schließlich mit dem schmissigen "Boogie-Standard", dem mitreißenden "Quando Quando" und dem Traditionsmarsch "Laridah".
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