09.02.2018 - 20:00 Uhr
Hahnbach

Nachfolger wird in nächster Sitzung vorgestellt Johann Koch tritt im Gemeinderat zurück

Personalwechsel im Hahnbacher Marktgemeinderat: Wie erst jetzt bekannt wurde, legte Johann Koch sein Mandat zum 31. Dezember 2017 nieder. Koch gehörte der vierköpfigen Freie-Wähler-Fraktion an, er war seit 18 Jahren Mitglied des Marktgemeinderates. Für seinen Entschluss führte er unter anderem gesundheitliche Gründe an.

Johann Koch. Bild: exb
von Josef IbererProfil

Koch war seit Februar 2000 im Gremium und zuletzt Mitglied im Bau- und Umweltausschuss, der Gemeinschaftsversammlung sowie des Aufsichtsrats der Nahwärmeversorgung Markt Hahnbach GmbH. Als Listennachfolger des Wahlvorschlags der Freien Wähler soll Heribert Urbanek in den Marktrat nachrücken. Die erforderlichen Neu- bzw. Umbesetzungen in den Ausschüssen sollen in der nächsten Gemeinderatssitzung erfolgen. Die Personalie war nur eines von vielen Themen der jüngsten marktratssitzung. Für den Umbau des ehemaligen Scharf-Anwesens in der Hauptstraße 84 zur Gemeindebücherei erläuterten die Ingenieure Florian Wachler und Stefan Schedl vom Institut für Energietechnik (lfE) an der OTH Amberg das Ergebnis des energetischen Sanierungskonzepts. Durch die geplanten baulichen Maßnahmen betrage das Einsparpotential 64 Prozent, hieß es in der Sitzung. Der geringe Wärmebedarf des Gebäudes ermögliche den Einsatz einer Fußbodenheizung mit dem Vorteil einer geringen Vorlauftemperatur. Die Jahresgesamt- und Wärmegestehungskosten der gesetzlich zulässigen Heizsysteme sprächen für den Einsatz einer Luft-Wärme-Pumpe. Ein Betrieb mit Erdwärme sei unwirtschaftlich, erklärten die Experten.

Nach Abwägung der baulichen und immissionsbedingten Vor- und Nachteile der Heizungsvarianten entschied sich das Gremium einstimmig für den Einbau einer im Außenbereich platzierten Luft-Wärme-Pumpe. Auch die Haushaltssatzung 2018 der Bürgerspitalstiftung Hahnbach war Thema. Die finanzielle Lage sei solide. Ein wirtschaftlicher Betrieb der Seniorenwohnanlage gestalte sich aufgrund des Mietniveaus und den gegenüberstehenden Kosten gerade kostendeckend. Für Neuvermietungen soll ab 2018 ein Preis von vier Euro pro Quadratmeter vertraglich vereinbart werden. Damit soll dem sozialen Zweck Rechnung getragen werden.

Für die Dorferneuerung Mimbach-Mausdorf wird sich die Marktgemeinde an den Baukosten für die Straße Richtung Meier Anwesen-Mausdorf, Gehweg Siedlung-Mimbach und Verbindungsweg B 299-Mimbach mit vorläufig 97 918,46 Euro beteiligen. Die endgültige Zahlung erfolgt nach der Schlussrechnung der Baukosten. Für die Flurneuordnung betragen die Gesamtkosten vorläufig 1 030 395 Euro bei einer Förderung von 894 961 Euro. Bei der Bündelausschreibung der bayerischen Kommunen zur Stromlieferung hat sich der Marktgemeinderat mit 14:4 Stimmen für den Bezug von Ökostrom ausgesprochen. Die Mehrkosten gegenüber Normalstrom betragen circa 0,5 bis 1 Cent pro Kilowattstunde.

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