Positive Bilanz für 2016 bei der Jahresabschlusssitzung des Hahnbacher Marktgemeinderats
Ehrenamt und persönlicher Einsatz zum Wohle der Bürger

Für ihren Einsatz zum Wohle der Marktgemeinde und ihrer Einwohner wurden Erich Kelsch und Dr. Franz Prösl (ab Dritter von links) in der Jahresschlusssitzung geehrt. Bürgermeister Bernhard Lindner und 3. Bürgermeisterin Evi Höllerer (von links) sowie 2. Bürgermeister Georg Götz (rechts) gratulierten. Bild: ibj
Politik
Hahnbach
29.12.2016
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Nach einstimmigem Beschluss des Marktgemeinderats wurden Dr. Franz Prösl, dem ehemaligen Hausarzt in Hahnbach, für seine Verdienste um die Bevölkerung die Bürgermedaille in Bronze und der Ehrenbrief des Marktes verliehen.

Voll besetzt war der weihnachtlich geschmückte Sitzungssaal des Rathauses bei der Jahresabschlusssitzung des Marktgemeinderats. Es gehört zur Tradition, dass dabei verdiente Persönlichkeiten geehrt werden.

Nach 27 Jahren als Allgemeinarzt in Hahnbach trat Franz Prösl in den Ruhestand. 1989 hatte er dort eine Praxis eröffnet. Seit dieser Zeit nahm er sich laut Lindner der Bewohner und ihrer Gesundheit an und sorgte für eine wohnortnahe ärztliche Grundversorgung. Seit einigen Jahren hatte er sich über eine Nachfolge Gedanken und sein Versprechen wahrgemacht, solange in der Praxis zu bleiben, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden sei. "Dr. Prösl hat seinen hippokratischen Eid mehr als erfüllt", würdigte der Bürgermeister. Die Bürgermedaille in Bronze solle sein Wirken zum Wohle der Patienten zum Ausdruck bringen.

Zuzug durch Baugebiete

In seinem Rückblick bezeichnete Bernhard Lindner 2016 als ereignis- und arbeitsreiches Jahr und nannte die wichtigsten Zahlen der Einwohnerentwicklung. Nach der Ausweisung neuer Baugebiete erwarte man einen Zuzug. An einer Anhebung der Geburtenstatistik müsse "gearbeitet" werden.

Er erinnerte an die Jubiläumsveranstaltungen der Vereine und Organisationen, besonders an die Primiz von Daniel Fenk. Sein Dank galt allen, die sich für die Fortentwicklung der Marktgemeinde und für das Wohl der Einwohner einsetzen. Hervorzuheben sei die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Geistlichen und den Kirchenverwaltungen in Hahnbach, Iber und Ursulapoppenricht.

CSU-Fraktionsvorsitzender Dominik Sachsenhauser sprach vom größten Investitonshaushalt in der Geschichte der Gemeinde und lobte die vielen einstimmigen Beschlüsse im Gemeinderat. Kompromissbereitschaft und gegenseitiges Verständnis seien dafür die Grundlage. SPD-Sprecher Volker Jung hob ebenfalls das guten Arbeitsklima im Gremium hervor, das von gegenseitiger Wertschätzung geprägt sei. Viele Projekte, die schon länger auf der Agenda standen oder in Schubladen lagen, seien auf den Weg gebracht worden. Für die Freien Wähler bezeichnete Werner Wendl die geplante Bücherei am oberen Tor als optische Aufwertung des Marktkerns. Er hoffe, dass andere Hausbesitzer diesem Beispiel folgen. Hinsichtlich der Wasserversorgung sei die Gebührenerhöhung ein Schritt in die richtige Richtung.

Dank für Fördermittel

Vorsitzender Martin Wild vom Hahnbacher Kulturausschuss (HKA) bedankte sich für die finanzielle Unterstützung des Vereinslebens, die der Gemeinderat immer parteiübergreifend billige. Das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde sei vorbildlich. Nach dem Eintrag in das Gästebuch lud der Bürgermeister in die Gastwirtschaft Härtl nach Oberschalkenbach ein.

Gesicht Hahnbachs geprägtBürgermeister Bernhard Lindner charakterisierte mit dem afrikanischen Sprichwort "Viele kleine Leute, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern" den ehrenamtlichen Einsatz und die Hilfsbereitschaft von Erich Kelsch. Mit seinen Leistungen habe er das Gesicht Hahnbachs entscheidend verändert und geprägt. Seit 1996 ist Kelsch ehrenamtlicher Hausmeister und Mesner im evangelischen Andreas-Raselius-Haus, seit 1998 im Kulturausschuss als Sprecher der Gruppe Gesellschaft vertreten. Außerdem kümmert er sich als Vereinsheimwart ums obere Tor. Über die Grenzen der Marktgemeinde bekannt ist er seit 1978 als Vorsitzender der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK). Seit über 20 Jahren sorgt er sich um das Soldatengrab in Laubhof. Die Pflege vieler Patenschaften, etwa mit den Kameradschaften in Vilseck, Freihung und Altötting sowie einer US-Einheit, ist ihm wichtig. Und "nebenbei" pflegt er ohne großes Aufsehen schon jahrelang seine kranke Ehefrau. (ibj)
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