Fußball: Überraschung beim SV Hahnbach
Fuhrmann geht, Baierlein kommt

Rüdiger Fuhrmann sitzt nicht mehr auf der Trainerbank des SV Hahnbach. Er bat zuletzt um Freigabe. Bild: Ziegler
Sport
Hahnbach
06.12.2017
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Der Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga Nord geht mit einem neuen Trainer in das neue Jahr: Thorsten Baierlein übernimmt zum 1. Januar 2018 das Traineramt beim SV Hahnbach von Rüdiger Fuhrmann, der um Freigabe gebeten hatte, um zu einem höherklassigen Verein zu wechseln.

Hahnbachs Abteilungsleiter Wolfgang Dotzler war "total überrascht" von der Bitte Fuhrmanns, erteilte dem erfolgreichen Trainer schließlich "schweren Herzens" aber die Freigabe. Rüdiger Fuhrmann, der im Sommer vom Landesligisten FC Vorwärts Röslau nach Hahnbach gekommen war, führte den Sportverein mit elf Siegen und fünf Unentschieden bei nur zwei Niederlagen auf Platz eins. Auch deswegen, empfand Dotzler den Wechselwunsch als "sehr ungewöhnlich" und "nicht schön". Letztlich habe er nach dem Motto "Reisende soll man nicht aufhalten" nicht versucht, Fuhrmann zum Bleiben zu überreden.

Erleichtert wurde der Schritt auch dadurch, dass mit Thorsten Baierlein ein "Ur-Hahnbacher mit Stallgeruch" frei war. Der 41-Jährige war bis Anfang Oktober Trainer des Landesligisten SC Ettmannsdorf, wurde nach 15 Saisonspielen entlassen. Zuvor betreute er drei Jahre lang den SV Sorghof, mit dem er in die Landesliga aufstieg, knapp über ein Jahr den SV Raigering in der Bezirksliga Nord und eine Spielzeit die A-Junioren des FC Amberg. Davor war Baierlein sechs Jahre beim SV Hahnbach, feierte dabei mit seinem Heimatverein den Aufstieg von der Kreisliga in die Bezirksliga.

Lange verhandeln musste Wolfgang Dotzler mit Thorsten Baierlein nicht: "Innerhalb eines Gesprächs war die Sache erledigt", sagt der Abteilungsleiter, "für beide Seiten ist die Zusammenarbeit eine Herzensangelegenheit." Auch mit neuem Trainer bleibt das Saisonziel das alte: "Platz eins verteidigen." Ob der SV Hahnbach dann auch das Aufstiegsrecht in die Landesliga wahrnehmen würde, ist noch nicht geklärt. Dotzler: "Meister ist das eine, Aufstieg das andere. Das müssten wir dann intern im Verein, auch mit der Mannschaft, besprechen."

Zu welchem Verein Rüdiger Fuhrmann wechselt, ist noch unklar. Auf Anfrage wollte der 56-Jährige "zu dem Thema nichts sagen". Dass Fuhrmann womöglich ein Kandidat bei der SpVgg SV Weiden sei, wie es Gerüchte besagen, wiesen die Verantwortlichen am Wasserwerk entschieden zurück. Bei einer privaten Veranstaltung habe er Fuhrmann zufällig getroffen und ein "lockeres Gespräch" geführt, sagte Vorsitzender Kurt Haas. Ein Angebot an Fuhrmann habe es nicht gegeben. Auch Sportvorstand Philipp Kaufmann dementiert einen Trainerwechsel: "Wir machen mit Stefan Fink weiter. Das steht außer Frage."

"Sehr ungewöhnlich."Hahnbachs Abteilungsleiter Wolfgang Dotzler zum Wechselwunsch von Rüdiger Fuhrmann
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