Austauschtreffen Nachbarschaftshilfen im Landkreis Amberg-Sulzbach

Thomas Göldner stellte den Verantwortlichen der Amberg-Sulzbacher Nachbarschaftshilfen die Eckpunkte des Pflegestärkungsgesetzes II vor. Bild: aove
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Hahnbach
08.01.2017
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Information, Austausch und Kooperation standen im Mittelpunkt des Treffens der Nachbarschaftshilfen im Landkreis. Organisiert hatten es die AOVE- Koordinationsstelle "Alt werden zu Hause" und das Seniorenmosaik Hirschwald.

Hahnbach . (aove) Fast 30 Interessierte, darunter auch einige Vertreter von Kommunen, die eine organisierte Nachbarschaftshilfe planen, trafen sich dazu im Rathaus in Hohenburg.

Neues Gesetz erklärt

Als Hausherr begrüßten Bürgermeister Florian Junkes sowie die Seniorenbeauftragte Gabi Jung die Anwesenden, insbesondere Thomas Göldner von der AOK, der die wichtigsten Inhalte des Pflegestärkungsgesetzes II näherbrachte.

Grundlegende Änderung

Als grundlegende Änderung bezeichnete er die Umstellung von Pflegestufen auf -grade und damit einhergehend die Bewertung mittels Punktesystem. Was viele nicht wissen: Pflegende Angehörige haben Anspruch auf bis zu zehn Tage Unterstützungsgeld, auch wenn noch keine Pflegebedürftigkeit vorliegt. Hier muss jedoch der Arzt ein entsprechendes Attest ausstellen.

Die Änderung "Ambulant vor stationär" bedeute für Menschen, die ab 2017 in ein Heim kommen, eine deutliche Verschlechterung, sagte der Referent. In diesem Zusammenhang kritisierten viele der Anwesenden, dass die Pflegeplatzbörse des Landkreises nicht aktuell ist. Wird ein Pflegeplatz benötigt, müsse man oft tagelang telefonieren, lautete die Aussage einer Teilnehmerin.

Ein weiteres Thema, das den Diskutierenden am Herzen lag, war die Problematik des kurzfristigen Parkens vor Arztpraxen.

Parken oft ein Problem

Einstimmig war man der Meinung, die von Barbara Hernes (Seniorenmosaik Hirschwald) vorgeschlagene Empfehlung des Versorgungsamtes aufzugreifen, eine Bürgerpetition zum Thema "Kurzfristiges Parken vor Arztpraxen, um Pflegebedürftige in die Praxis zu begleiten" an das Bayerische Sozialministerium zu richten, um eine Entlastung für Angehörige, aber auch für ehrenamtliche Begleiter zu erwirken.

VeranstaltungenAbschließend wies Waltraud Lobenhofer vonder AOVE-Koordinationsstelle "Alt werden zu Hause" noch auf zwei Veranstaltungen hin. Von Montag, 30. Januar, bis Sonntag, 19. Februar, wird im Foyer des Landratsamts Amberg-Sulzbach die Wanderausstellung "Was heißt schon alt?" gezeigt. Dazu findet am Donnerstag, 2. Februar, um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion statt, und während des Ausstellungszeitraums präsentieren unterschiedliche Organisationen und Gruppen ihre Seniorenarbeit. Für ehrenamtlich Engagierte findet am Montag, 22. Mai, von 10 bis 17 Uhr ein Helfer-Tag in Ensdorf mit Vorträgen und Workshops statt.
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