25.03.2018 - 15:24 Uhr
Hahnbach

Bockbierfest der Hahnbacher CSU Leerstände genauso grau wie des Bürgermeisters Locke

Beste Stimmung bis weit nach Mitternacht, scharf gewürzte Sprüche und hintersinnige Anspielungen kennzeichneten das Bockbierfest der Hahnbacher CSU im Rittersaal. Der Festgesellschaft empfahl Hahnbachs Schwärzester, Georg Götz, nach dem Motto "Der dunkle, frische Gerstensaft gibt Herzensmut und Muskelkraft", kräftig dem süffigen Bajuvator zuzusprechen. Bereits vor dem offiziellen Beginn bliesen die Hahnbacher Marktbläser in Orchesterbesetzung mit ihrem Dirigenten Benno Englhart dem nicht nur schwarz gesinnten Publikum den Marsch.

In bester Laune verfolgten die Bockbiergäste das Geschehen auf der Bühne.
von Josef IbererProfil

Mit Spannung erwarteten die Besucher den Auftritt des Gärtnerpaares Franz Krusch und Helga Kustner. Eine Stunde nahmen die beiden sich Zeit, um mit Witzen alles aufs Korn zu nehmen, was ihnen seit dem vergangenen Bockbierfest an Auffälligkeiten in der und um die Gemeinde so über den Weg gelaufen war. Ganz allgemein stellten sie fest, dass man nicht unbedingt viel von der Politik verstehen müsse, um in die Partei aufgenommen zu werden.

Typisch für die bayerische CSU sei, dass sie von den Oberpfälzern brav gewählt werde, die guten Posten sich aber die Oberbayern unter den Nagel rissen. "Das Faszinierende an Horst Seehofer ist, dass trotz mancher 180-Grad-Wende seine Schuhspitzen immer noch nach vorne zeigen", stellte das Paar fest. Um bayerische First Lady zu werden, müsse man wie Karin Stoiber, Karin Seehofer und jetzt Karin Söder nur den richtigen Vornamen haben.

Altbürgermeister Hans Kummert empfahlen sie, als Vize-Landrat die Strippen richtig zu ziehen. Um seine Bieranstiche unbeschadet zu überstehen, empfahl Krusch, einen weiträumigen Abstand zu ihm zu halten. Kulturpräsident Martin Wild galt die Bitte, sich den Augenarzt warm zu halten, um optikbedingte Auffahrunfälle zu verhindern. Max Graf wurde als Beispiel herangezogen, dass es in der Jungen Union auch Ausnahmen von der Altersgrenze gibt. Ein Kompliment erhielt Pfarrer Christian Schulz, weil er den Hahnbachern einen hochmodernen Rodelschlitten teuer versteigert habe, obwohl weit und breit kein Schnee zu sehen gewesen sei. Für die Abschiedsparty des Rathaus-Geschäftsstellenleiters übe derzeit der vereinigte Bauhof- und Rathauschor das "Großer Gott, wir loben dich". Die leeren Häuser im Markt glichen in ihrem Grau der Haarpracht des Bürgermeisters. Bezüglich der fortwährenden Kanalarbeiten kam der Vorschlag, "heuer das 50-jährige Kanalbaujubiläum zu feiern, um dann mit der Sanierung der Altkanäle beginnen zu können".

Nach diversen Prosit-Runden und akustisch wie optisch erkennbarer Wirkung des Fastengetränks bildeten um Mitternacht Bayernhymne, Deutschlandlied und der Traditionsmarsch "Glück auf" das Finale des unterhaltsamen Abends.

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