23.03.2018 - 18:14 Uhr
Hahnbach

Feuerwehr trainiert das Fahren mit Martinshorn in Simulator Auch Einsatzkräfte müssen üben

Die laute Sirene des Martinshorns, das Rauschen des Funkgeräts und die Hektik beim Einsatz: Wer mit Blaulicht unterwegs ist, der muss souverän mit äußeren Umständen umgehen. Dafür gibt es einen Simulator, der nun in Hahnbach Station machte.

Unter der Beobachtung von Kreisbrandmeister Michael Iberer (von links), der Kreisbrandinspektoren Christof Strobl und Martin Schmidt sowie Kreisbrandrat Fredi Weiß bewies die 3. Bürgermeisterin Evi Höllerer ihre Fähigkeiten am Fahrsimulator. Bild: ibj
von Josef IbererProfil

Wer kennt die Situation nicht? Von irgendwo ertönt ein Martinshorn und kurz darauf kommt ein Fahrzeug der Feuerwehr, des Rettungsdiensts oder der Polizei angebraust: Laut einer Studie der Hochschule der Sächsischen Polizei ist das Unfallrisiko für die Einsatzkräfte bei einer Fahrt mit Sonderrecht um das 17-fache höher als ohne Sondersignal. Nicht selten kommt es dabei sogar zu Unfällen mit schlimmen Folgen. Das Bayerische Innenministerium hat deshalb in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband das Projekt "Sondersignal-Fahrt-Trainer" ins Leben gerufen.

Nun gastierte dieses Übungsgerät unter fachmännischer Anleitung von Sandra Reichert von der staatlichen Feuerwehrschule Regensburg in Hahnbach. Sie brachte den Maschinisten der Feuerwehren Ebersbach, Hahnbach, Königstein, Mimbach, Rosenberg, Sigl, Sulzbach, Süß und Vilseck das nötige Fingerspitzengefühl näher. In den einzelnen Übungsszenarien starteten die Teilnehmer mit einem Theorieteil, in dem speziell die rechtliche Situation sowie die Gefahren bei Einsatzfahrten und die Ursachen möglicher Unfälle thematisiert wurden. Anschließend konnten die Teilnehmer in einem Einsatzfahrzeugsimulator nach einer Eingewöhnungsfahrt in die verschiedenen Übungen starten.

Positives Fazit

Die verschiedenen Bedingungen wie Witterungsverhältnisse, Tageszeiten oder Reaktionen anderer Verkehrsteilnehmer kamen auf die Teilnehmer zu und mussten entsprechend bewältigt werden. Besonders die Lage im Feuerwehrfahrzeug, wie der Fahrzeugfunk, Geräusche des Martinshorns, aber auch die mitfahrenden Insassen konnten sehr situationsgerecht nachvollzogen werden.

Anhand einer Videoanalyse wurde dann im Anschluss überprüft, wie gut die Übung gelungen war. Auch wenn mancher nach seiner "Alarmfahrt" ein etwas flaues Gefühl hatte, fiel das Fazit der Teilnehmer positiv aus. So konnten auch ungeübte Fahrer Situationen erleben, die sie vorher noch nicht kannten. Auch Hahnbachs 3. Bürgermeisterin Evi Höllerer nahm an einer Einheit teil.

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