Hexen fielen beim Bürgermeister ein
Aus war's mit der Ruh' im Rathaus

Beste Laune herrschte bei den Gemeindeobrigkeiten und den Kulturchefs, als die wilden Besucher das Rathaus stürmten. Bild: ibj
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Hahnbach
08.02.2018
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Nichts mehr ging in den sonst für beschaulichen Dienstbetrieb eingestellten Amtsstuben der Hahnbacher Regierungszentrale, als am Vormittag des Unsinnigen Donnerstags schrilles Geschrei, Hex-Hex- und Helau-Rufe die morgendliche Ruhe erschütterten. Die Bewegungsmelder für die Beleuchtung kamen an die Grenze ihres Leistungsvermögens, als ein Dutzend mit Besen bewaffneter wilder Hexen - allesamt vom Katholischen Frauenbund - in das zur Baustelle umfunktionierte Hauptquartier von Bürgermeister Bernhard Lindner einfiel.

Kaum sah er sich mit Vize Georg Götz um, waren - schnipp schnapp - die Krawatten kürzer. Auch der "zufällig" anwesende Kulturpräsident Martin Wild und sein durch neue Liebe aufblühender und ergrauter Vorgänger Franz Erras mussten die ungestümen Angriffe der närrischen Besucherinnen ertragen. In ummissverständlicher Versform tat Oberhexe Evi - sie kennt sich als 3. Bürgermeisterin im Rathaus aus - ihre Forderung nach Flüssigkeit und fester Nahrung kund. Dank tatkräftiger Unterstützung von Chefsekretärin Lea und des schon am Rande eines Nervenzusammenbruchs gestandenen Geschäftsstellenleiters Josef Bauer gelang es dem Bürgermeister, mit der Herausgabe seiner Sektreserven sowie Krapfen und Brezen die Wilden halbwegs zu beruhigen. Selbst kleine Naschereien waren in den Amtszimmern nicht mehr sicher. Nach vielen Bussis für die geplagte Männerwelt zog die Meute von dannen, um noch die Hahnbacher Geschäftswelt heimzusuchen und sich dann auf den Weiberfasching einzustimmen.
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