Konzert des Gemischten Chors
So klingt der Advent

Der Gemischte Chor unter Andreas Hubmann (rechts) überzeugte bei dem vorweihnachtlichen Konzert zusammen mit Andreas Feyrer und einem Quartett der Hahnbacher Marktbläser. Bild: mma
Vermischtes
Hahnbach
07.12.2016
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Es müssen nicht Glöckchen und engelhaft gehauchte Stimmen sein. Die Vorweihnachtszeit steht auch für Erwartung, und das können kraftvolle Stücke sein.

(mma) Eine in jeder Hinsicht angenehme Stunde präsentierte der Gemischte Chor Hahnbach mit einem Quartett der Hahnbacher Marktbäser und Andreas Feyrer an Orgel und Piano am Ende begeisterten Zuhörern. In der Pfarrkirche St. Jakobus boten sie ihrem Publikum ein abwechslungsreiches, gut arrangiertes, harmonisches und besinnliches Adventskonzert.

Sophia Hofmann hatte die Stücke mit den Marktbläsern einstudiert. Lena Schmalzl und Jakob Hofmann an den Trompeten, Johannes Pürner am Tenorhorn und Christian Daubenmerkl mit seiner Posaune überzeugten gleich zu Beginn mit "La mantouana" von Ludovico Grossi Viadana von der Chorempore als Konzerteröffnung. Andreas Feyrer begleitete an der Orgel diesen feierlich-jubilierenden Introitus. "Christe, redemptor omnium" sang Andreas Hubmann sicher und solo zu einem modernen Orgelsatz von Adrian Vernon Fish.

Sehnsucht nach Schönem

Pfarrer Dr. Christian Schulz erinnerte an den Brauch der Barbarazweige. Wie die Kirschblüten Geduld und lohnendes Warten erfordern, so sollte das ganze Leben der Christen voller Hoffnung auf ein "Mehr als Alles" sein. Im "Entgegenstrecken zur warmen Sonne Gottes" bringe es dann die Menschen zum Blühen, versicherte der Seelsorger. Er wünschte, dass das Konzert alle anrühren möge, um dem Neuen und Schönen des herannahenden Weihnachtsfestes "entgegen zu sprießen".

Anrührend antwortete der Gemischte Chor unter Andreas Hubmann und mit Andreas Feyrer am E-Piano mit dem "Ein Warten geht durch diese Zeit" von Klaus Heizmann, dem Motto der Soiree. Einfühlsam und doch fröhlich, leicht und einfühlsam trug der Chor noch drei Sätze von Lorenz Maierhofer vor. Beim "Schweige und höre" von Michael Schmoll überzeugten Rosi Jung und Simone Schön mit glasklaren Solostimmen und ein sensibel einsetzender Chor.

Bei weiteren fünf Chorsätzen zeigte sich die gewohnt hohe Qualität der Sänger unter ihrem Dirigenten. Drei lateinische (mit Übersetzung auf dem Programmblatt) und zwei deutsche Lieder vom 15. bis ins 20. Jahrhundert hinterließen eine beeindruckende Adventsstimmung im gut besetzten Gotteshaus. Die acht Männer des Chores, der sich als Hahnbacher Sänger bereits einen guten Namen gemacht hat, brachten die zwei bayerische Weisen, "Sing ma im Advent" und "Vatraamt und vaschlafa", stimmsicher, sonor und innig zu Gehör. Abwechselnd brillierte Andreas Feyrer souverän noch zweimal an der Orgel mit dem "Prière à Notre-Dame" von Léon Boellmann und drei Choralvorspielen von Max Reger.

Zugabe erklatscht

Die Bläser erfreuten mit drei Sätzen von Maria Boßle und am Ende gemeinsam harmonisch mit dem Chor die Ohren der Gäste, welche aus dem ganzen Landkreis gekommen waren. Die von den Zuhörern erklatschte Zugabe "Neigt sich das Jahr adventlich" des Gemischten Chors entließ alle bestens eingestimmt und angerührt in die Vorweihnachtszeit.
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