Sportlerkirwa in Ursulapoppenricht
Vier Doch gema nimmer ham

Für eine Riesengaudi sorgten die Ursulapoppenrichter Kirwapaare. Bild: chl
Vermischtes
Hahnbach
08.08.2017
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Nicht, wie im alten Gassenhauer "Drei Doch gem ma nimmer ham" besungen, sondern sogar vier Tage dauerte in diesem Jahr die Sportlerkirwa in Ursulapoppenricht. Grund dafür war die 70-Jahr-Feier der Katholischen Landjugend.

Ursulapoppenricht. (chl)  Für dieses Jubiläum verlegte man den Kirwa- Auftakt kurzerhand auf Freitag vor. Deshalb wurde der Kirwabaum unter der fachkundigen Leitung von Alfons Mertel einen Tag früher als sonst aufgestellt. Am Abend ging es im Festzelt mit zwei Live-Acts - für Kirwa-Verhältnisse der etwas anderen Art - weiter. Zuerst spielte die Heavy-Metal-Cover-Band "2nd Unit" aus Regensburg. Haupt-Act des Abends war die Crossover-Gruppe "2 Rage", die mit Frontmann Dominik Barth das Kirwazelt rockte.

Deutlich traditioneller ging die Kirwa dann am nächsten Tag weiter. Wie üblich, trugen die beiden Mannschaften der Sportfreunde Ursulapoppenricht ihre Punktspiele aus. Die zahlreichen Zuschauer blieben bis in den späten Abend, der von der Band "Keine Ahnung" musikalisch aufs Beste bestellt wurde. Von traditionellen Bierzeltklängen über knackige Rockmusik bis zu aktuellen Party-Krachern war alles dabei, und die Musiker schafften es, dass zum Schluss das ganze Zelt auf den Bänken stand.

Dank für Engagement

Der Sonntagmorgen stand im Zeichen des Gründungsjubiläums der KLJB. Um 9.30 Uhr begann der Tag mit einem Kirchenzug der Vereine. Angeführt wurde er von der Blaskapelle Gebenbach unter Leitung von Gerhard Böller, die auch den Festgottesdienst musikalisch gestaltete. Pfarrvikar Christian Breitschaft ging in seiner Predigt auf die Wichtigkeit sowohl weltlicher als auch kirchlicher Vereine für die Gemeinschaft ein und dankte Vereinen Sportverein und KLJB für ihr Engagement in der Gemeinde.

Nach Messe und Frühschoppen im Festzelt ging die Kirwa weiter. Nachdem, von den "Hopfenzupfern" begleitet, die Kirwapaare eingeholt waren, wurde der Baum ausgetanzt und das neue Oberkirwapaar am Sportplatz ausgelobt. Oberkirwabursch wurde Simon Seebauer, Oberkirwamoidl Jasmin Dolles. Ihnen obliegt nun gemeinsam mit den Verantwortlichen der Sportfreunde Ursulapoppenricht die Organisation der nächsten Kirwa. Die beiden führten am Abend die Kirwapaare beim Einzug ins Festzelt an. Für die richtige Stimmung sorgten dort "De Unsern". Ganz ohne elektronische Verstärkung unterhielten sie die Gäste, indem sie in der Besetzung Flügelhorn, Tuba und Quetschn von Tisch zu Tisch spielten.

Eine neue Sparte

Bei einer kurzen Tanzeinlage präsentierte sich die neue Sparte der Sportfreunde. Seit diesem Jahr bereichert die Line-Dance-Gruppe New Mill Liners das sportliche Angebot in Ursulapoppenricht.

Einer Sportlerkirwa gemäß, ging es am Montag weiter. Den Abend eröffnete wie schon in den vergangenen Jahren ein Fußballspiel. Vor ungewohnt großem Publikum gab es ein Derby der Alten Herren Upo gegen die AH-Mannschaft des Nachbarvereins Traßlberg. Höhepunkt war dann die Verlosung der Sachpreise und des Baums durch den Vorsitzenden Georg Erras. Für Musik sorgte die Gruppe Wöidarawöll mit ihrem breiten Repertoire. Insgesamt zog der Vorsitzende ein positives Resümee, auch wenn die Besucherrekorde der Vergangenheit nicht mehr erreicht wurden. KLJB-Vorsitzender Andreas Mertel zeigte sich schon ein wenig enttäuscht über den Zuspruch zu den Jubiläumsveranstaltungen, speziell am Freitag.
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