11.08.2017 - 20:00 Uhr
HahnbachOberpfalz

Vilsecker pilgern alljährlich zum Frohnberg Ihr Ziel ist der Weg

Amberg-Sulzbach. Bereits zum neunten Mal pilgern bis zu 100 Gläubige zwischen 8 und 80 Jahren aus dem Raum Vilseck am ersten Festsonntag singend und betend über 14 Kilometer zum Frohnberg bei Hahnbach.

"Kennt ihr das Bild?" singen die Vilsecker jedes Jahr, wenn sie in die Frohnbergkirche einziehen. Bild: mma
von Autor MMAProfil

Sie marschieren schon am frühen Morgen vor der Pfarrkirche los - um 4.30 Uhr, in der Vergangenheit oft schon bei sehr kühlen Temperaturen. Von der Feuerwehr gesichert und am Landratsamt angemeldet, bewegt sich der lange Zug mit einem geschmückten Kreuz zuerst bis Süß, wo sich alle gemeinsam stärken.

Das Besondere an dieser Wallfahrt sei das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gemeinden Vilseck, Schlicht und Sorghof, erklären alle - und fühlen sich wie eine "große Familie im Glauben". Dabei sind es gar nicht immer die gleichen Teilnehmer. Immer kommen auch neue hinzu und andere setzen aus. Für manche ist es auch der Einstieg oder Probelauf für die 25 Kilometer lange Wallfahrt der Vilsecker nach Gößweinstein. Die Motivationen für diese Wallfahrt sind so verschieden wie ihre Teilnehmer. Viele schätzen das besinnliche In-sich-Gehen. Andere lernen wieder neu, sich von der erwachenden Natur und einem Besinnen auf ihren Schöpfer faszinieren zu lassen.

Manche wissen von einer "mit jedem Schritt" wachsenden Kraft fürs tägliche Leben und gegen manches Leid. Sorgen bringen viele ebenfalls mit zur Gottesmutter - auch, um dafür eine neue Sichtweise zu finden. Und schließlich gibt es auch jene, die aus Dankbarkeit für eine körperliche oder seelische Genesung pilgern.

Genau beschreibbar ist für viele das "befreiende Weg-Gehen" nicht - da oft der Weg das Ziel ist und im Beten und Singen manches scheinbar Wichtige seine Schwere und Größe verlieren kann, man also einfach "befreiter" zurückkehrt. "Das Beste ist, man probiert es selber aus", empfehlen die Vilsecker Pilger.

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