30.11.2017 - 20:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Beste Stimmung beim Hirschauer Wirtshausliedersingen mit Saskia Krügelstein Zahwäih und Hehnaaugn

"Meine Mutter sagt es mir, ich soll das Wirtshaus meiden", schmettert Saskia Krügelstein voller Inbrunst beim Wirtshauslieder-Singen. Die Anwesenden haben Mutters Rat nicht beherzigt. Kurz vor Beginn der staaden Adventszeit ist für sie für zwei Stunden nochmals Stimmung pur angesagt.

Beim Wirtshauslieder-Singen des Hirschauer Heimat- und Trachtenvereins im Gasthaus Weich wartet die Vollblutmusikerin Saskia Krügelstein (rechts) kurz vor dem Beginn der staaden Adventszeit mit Trink- und Wirtshausliedern auf. Bild: u
von Werner SchulzProfil

Der Heimat- und Trachtenverein hatte in das Gasthaus Weich eingeladen hatte. Vorsitzender Michael Meier freute sich, dass sich in der Gaststube des Traditionswirtshauses auch einige sangesfreudige Nichtmitglieder eingefunden hatten. Und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen.

Außergewöhnliches Talent

Die Vollblutmusikerin Saskia Krügelstein wartete mit einem Repertoire an Trink- und Wirtshausliedern sowie Couplets auf, das es in sich hatte. Die Musik ist der Hirschauerin gleichsam in die Wiege gelegt. Papa Peter Fink, ein gebürtiger Sorghofer, brachte sie schon als Kind zum Trachtenverein Erika in Sorghof, bei dem sie noch immer Mitglied ist.

Beim Oberpfälzer Gauverband wurde man schon früh auf ihr außergewöhnliches Talent aufmerksam. Seit gut 14 Jahren ist sie Vorsitzende des Sachausschusses Musik des Gauverbands, seit geraumer Zeit auch Referentin bei Seminaren des Landesverbands für Heimatpflege. Kein Wunder also, dass es ihr blendend gelang, ihr Publikum nicht nur zum Zuhören, sondern zum Mitsingen zu animieren.

Vor allem "Der Sperling" hatte es den Gästen angetan. Beim Refrain "Annemarie, Annemarie, so schön wie heut' warst du noch nie" gab es kein Halten mehr. Das böhmische Räuberlied von "De Schwirza vom Landl", die sich beim Schwärzen von Salz und Zucker vor den Finanzern in Acht nehmen müssen, kam genauso gut an wie das Lied vom in "d'Leitn g'saat'n Weiz", den der böhmische Wind "verwaht hot".

Für Heiterkeit sorgten die Lieder vom Auf- und Abstieg des Maurergesellen, der mit Vollbart zur Mutter heimkam, und vom "Heinerle, dem dreisten Kind", das erstmals seiner dicken Tante begegnete. In diese heitere Reihe passte die mitleiderregende Geschichte "Sua a Zahwäih und sua a Hehnaaugn".

Heimgehen fällt schwer

Nach so viel Spaß und musikalischer Gaudi fiel das Singen der Gute-Nacht-Lieder "Und jetzo kommt die Nacht herein" und "Ade zur guten Nacht" fast ein bisschen schwer, erst recht das Heimgehen.

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