Finden Trachtler künftig Unterschlupf in Räumen des Festspielvereins?
Weitergabe von Brauchtum in Smartphone-Zeitalter verdient alle Achtung

Bei der Jahreshauptversammlung zollte Bürgermeister Hermann Falk dem Heimat- und Trachtenverein Lob dafür, dass er im Smartphone-Zeitalter an der Weitergabe von Brauchtum und Tradition festhält. Ein Beleg für die engagierte Arbeit der Trachtler seien unter anderem ihre Tanzauftritte beim Oberpfälzer Heimattag im Münchner Hofbräuhaus gewesen. Bild: u
Kultur
Hirschau
16.03.2018
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"Dass ihr im Zeitalter von Smartphone und Laptop an der Weitergabe von Brauchtum und Tradition festhaltet, verdient alle Achtung": Dafür zollte Bürgermeister Hermann Falk den Trachtlern bei der Jahreshauptversammlung großes Lob.

Überhaupt würdigte das Stadtoberhaupt die engagierte Arbeit des Vereins. Die Trachtler seien bei allen Festen präsent. Auf sie sei immer Verlass. Als Belege nannte er den Lebendigen Adventskalender, die Mitwirkung beim Dousamma und beim Oberpfälzer Heimattag im Hofbräuhaus. Beifall gab es für seine Aussage, dass der Stadtrat für 2018 wieder die Vereinsförderung befürwortet hat.

Zum Jahreswechsel zählte der Heimat- und Trachtenverein 181 Mitglieder. Der Bericht von Vorsitzendem Michael Meier zeigte, dass sich viele davon engagiert ins Vereinsleben einbringen. Der Vorsitzende dankte allen, die in irgendeiner Form bei den Veranstaltungen und Aktivitäten mitgeholfen haben, extra auch bei den "Beerdigungsgängern und Geburtstagsgratulanten".

Viele Proben

Die Trachtenzwergerln, das offenbarten die Berichte von Jugendleiterin Stefanie Riß und Vortänzerin Eva Ries, erwiesen sich wieder als Aushängeschild des Vereins. Die zwölf Zwergerln übten bei 15 Tanzproben für ihre vier öffentlichen Auftritte. Nicht ganz so fleißig waren die 16 aktiven jungen Erwachsenen. Sie trafen sich zu lediglich neun Tanzproben. Höhepunkt, so Eva Ries, sei der Auftritt im Hofbräuhaus gewesen. Mit einem Musikanten, zehn Jugend-/Erwachsenentanzpaaren und einem Zwergerlpaar habe man Hirschaus Farben gut vertreten.

Als Erfolg bezeichnete Stefanie Riß den Familienausflug in den Tierpark Hellabrunn. Unter den 56 Teilnehmern seien das jüngste und älteste Mitglied gewesen. Für das Frühjahr plane man eine Werbeaktion in den Kindergärten. Das Ziel der heurigen Familienfahrt stehe noch nicht fest. Ein Extra-Danke gab es für Franz Dolles, der die Proben und Auftritte mit seiner Steierischen begleitete.

Bräuche im Blick

Annemarie Steinl, zuständig für die Sachausschüsse Laienspiel, Brauchtum, Mundart und Trachtenforschung, gab bekannt, dass sie über den Gau-Mailverteiler regelmäßig Berichte über anstehende Bräuche versende. Wer sie bisher nicht erhalte, dürfe sich jederzeit an sie wenden. Gerne würde sie Kindern Bräuche wie etwa das Palmbuschenbinden näher bringen.

Sie regte an, für Frauen gleiche Schultertücher anzuschaffen, die bei Beerdigungen getragen werden sollten. Es sei unangenehm, im roten Dirndl zu einem solchen Anlass zu gehen. Unterstützt wurde sie von Martina Dolles. Mit dem Schultertuch, das auch über einem Mantel getragen werden kann, wäre die Trachtler-Abordnung gut erkennbar.

Neuer LagerraumEin Thema, das die Trachtler in naher Zukunft beschäftigen wird, brachte 2. Vorsitzender Gaston Lottner zur Sprache. Der Verein müsse über kurz oder lang eine Alternative zu seinem Lagerraum im alten Bauhof suchen. Eine solche könne der Festspielverein bieten, wie ein Gespräch mit dessen Vorsitzenden Hans Drexler ergeben habe. Die Versammlung beschloss, diesen Punkt bei der Jahreshauptversammlung 2019 zu behandeln. Der Vorstand solle sich vorab genauer mit der Thematik befassen. Franz Dolles gab bekannt, dass der Verein vom 14. bis 19. April Gäste aus Australien erwartet. Am Sonntag, 15. April, findet mit ihnen im Schloss-Hotel ein Heimatabend statt. (u)
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