20.08.2017 - 20:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Gemischter Chor wieder zur Serenade im Seniorenheim St. Barbara Lieder heiter wie der Sommer

Forscht man nach der Herkunft des Begriffes "Serenade", erfährt man, dass es sich vom lateinischen serenus, das heißt heiter, ableitet. Genau diesen Ursprung des Wortes spiegelte die Serenade wider, die der Gemischte Chor des Gesangvereins 1860, dirigiert von Jana Müller, den Bewohnern des BRK-Seniorenwohn- und Pflegeheims St. Barbara und Gästen bescherte.

Mit einem bunten Strauß heiterer Lieder bereitete der von Jana Müller (rechts) dirigierte Gemischte Chor bei seiner Serenade in der Gartenanlage des BRK-Seniorenheims St. Barbara Bewohnern und Gästen einen unbeschwerten Sommerabend. Dafür dankte Heimleiterin Astrid Geitner (Zweite von rechts) den Interpreten, die sie abschließend zur Frischgetränken, selbstgemixtem Hugo und Zwiebelkuchen einlud. Bild: u
von Werner SchulzProfil

Die gepflegte Gartenanlage bot bei angenehm lauen Temperaturen ein ideales Ambiente für den "bunten Strauß heiterer Lieder", mit dem das Ensemble die unbeschwerte Stimmung und gute Laune des Publikums geradezu herausforderten. Noch vor dem ersten Lied sorgte Peter Butschek für Heiterkeit: Er bedankte sich bei Heimleiterin Astrid Geitner für den guten Zwiebelkuchen, mit dem man nach dem letztjährigen Abendständchen bewirtet wurde und hoffte, dass dieser heuer ebenso munden werde - was sich später bewahrheitete.

Mit ihrem Auftaktstück, dem Gospel "Jesus is my salvation" und seinem ständig rhythmisch wiederholten "I'm so happy", übertrugen die Chormitglieder ihre eigene lockere Stimmung auf ihre Zuhörerschaft. Ein Stück unter die Haut ging die folgende, engagiert vorgetragene Europa-Hymne, Beethovens "Freude schöner Götterfunken".

In ihre Jugend zurückversetzt wurden die Senioren mit dem aus dem Jahr 1929 stammenden Oldie "Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln geh'n" und mit "Das Wandern ist des Müllers Lust". Auf das einfühlsam interpretierte Liebeslied "Die Liebe ist der Welt geschenkt" folgten das schlesische Scherzlied "Wenn die Bettelleute tanzen", dann die von Lorenz Maierhofer heiter arrangierte Mozart-Komposition "Unsre kleine Nachtmusik" und Manfred Schlenkers "Der alte Kakadu". Mit der tschechischen Weise "Hop hej Cibulari" entführte der Chor das Publikum in die Heimat seiner Dirigentin Jana Müller, bevor der Jodler "Hät i di" den Schlussakkord setzte.

Für zum Nachdenken und Schmunzeln anregende Prosa-Zwischentöne sorgte Hans Meindl mit den Geschichten "Himmel und Hölle" sowie "Ein Oldtimer für Oma". In ersterer ließen sich drei ältere Damen, nachdem sie spielenden Kindern zugesehen hatten, nochmal zu dem bekannten Hüpfspiel hinreißen. In der zweiten Erzählung erinnerte der kleine Pit seine Oma, die ein Oldtimer-VW-Cabrio bewunderte, daran, dass sie bereits einen Oldtimer habe - den Opa. Fazit der beiden Geschichten: "Jeder ist eben so alt, wie er sich fühlt."

Schließlich nutzten Bewohner, Heimpersonal, Gäste und Chormitglieder die Gelegenheit, sich bei Frischgetränken, selbstgemixtem Hugo mit und ohne Alkohol sowie Zwiebelkuchen in gemütlicher Runde zu unterhalten.

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