03.12.2017 - 20:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Knapp 100 Besucher bei der Eröffnung des Lebendigen Adventskalenders Hirschau ganz feierlich beim ersten Türl

Seit Freitag ist in Hirschau Adventsfensterlzeit. Zum 17. Mal steht die Innenstadt bis Weihnachten jeden Abend ganz im Zeichen des Lebendigen Adventskalenders. 23 verhüllte Schaufenster, hinter denen sich liebevoll gestaltete Motive verbergen, sind zu Türchen geworden.

Bürgermeister Hermann Falk (rechts) öffnete am Freitag das erste Türchen des Lebendigen Adventskalenders, begleitet vom Vorsitzenden des Gewerbeverbands, Alfred Härtl (links) und Gaston Lottner (Mitte), 2. Vorsitzender des Heimat- und Trachtenvereins.
von Werner SchulzProfil

Das erste befindet sich traditionell am Ostgiebel des Rathauses. Es zu öffnen, ist Aufgabe des Bürgermeisters - für Hermann Falk zum vierten Mal. Er bezeichnete den Lebendigen Adventskalender als "sehr wichtigen Beitrag für die Lebendigkeit und Innigkeit der Stadt und ihrer Bewohner". Das tägliche Öffnen eines Fensterls biete Gelegenheit zum Innehalten, zu spüren, was eigentlich wichtig ist im Leben.

Stattfinden könne die Veranstaltungsreihe nur dank der Bereitschaft vieler Menschen, Freizeitstunden zu opfern. Besonders hob Falk das Engagement der Mitglieder des Heimat- und Trachtenvereins mit Vorsitzendem Michael Meier und des Gewerbeverbands mit Vorsitzendem Alfred Härtl hervor. Die Trachtler sorgten zusammen mit der Familie Sommerer für Glühwein und Bratwürstl, der Gewerbeverband für das Funktionieren der Technik.

Dank gebühre den Geschäftsleuten, die ihre Schaufenster zur Verfügung stellten, und allen, die das Fensterlöffnen allabendlich musikalisch oder mit Wort und Spiel begleiten. Am Eröffnungstag seien dies zum wiederholten Mal die Herzensblecher. Die siebenköpfige Bläsergruppe hatte die knapp 100 Besucher mit "Jingle bells", "Deck the hall" und "Mary's boy child" in adventliche Stimmung versetzt, ehe der Bürgermeister seine nächsten Aufgaben erfüllte - den Vortrag einer Weihnachtsgeschichte und das Öffnen des Rathaus-Adventsfensterls.

"Es ist seliger, zu geben...", lautete das Fazit der Geschichte von Paul, dem sein Bruder zu Weihnachten ein nagelneues Auto geschenkt hatte, und dem Jungen, der sich nicht etwa wünschte, auch so einen Bruder zu haben, sondern auch so ein Bruder zu sein. Paul verstand den Wunsch des Jungen erst, als dieser seinen kleinen, behinderten Bruder zu dem Auto brachte und ihm sagte: "Eines Tages werde ich dir auch ein Auto schenken. Dann kannst du dir all die schönen Sachen in den Schaufenstern ansehen, von denen ich dir erzählt habe." Zu dritt machten sie dann einen Weihnachtsausflug, den keiner von ihnen vergessen wird.

Nachdem das Geheimnis des Rathausadventsfensters gelüftet war und die Herzensblecher mit "Away in a manger", "Let it snow" und "Winter wonderland" mit weiteren Weisen aufgewartet hatten, dankte Falk allen, die zum Gelingen des Lebendigen Adventskalenders einen Beitrag leisten. Nachdrücklich wies er auf die Spendenbox hin, die jeden Fensterl-Abend begleiten wird. Ihr Inhalt ist für die Klinik-Clowns in Weiden bestimmt.

Nach Beendigung des offiziellen Teils nutzten die Besucher ausgiebig die Gelegenheit zum Plaudern. Sie stärkten sich an den Ständen mit Glühwein und Bratwürstln.

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