25.08.2014 - 00:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Auch in Hirschau startet nun das AOVE-Selbsthilfe-Projekt - Zwei Ansprechpartnerinnen Jederzeit für die Nachbarn da

Als "soziale Feuerwehr" bezeichnete Bürgermeister Hermann Falk die Nachbarschaftshilfe, die als ausgezeichnete Ergänzung zum Erfolgsprojekt "Alt werden zu Hause" von der AOVE bereits Anfang 2013 aus der Taufe gehoben worden war. Neben den AOVE-Kommunen Freihung, Hahnbach, Poppenricht und Ursensollen hat sich auch Hirschau für die Realisierung der Nachbarschaftshilfe entschieden.

Nach den AOVE-Gemeinden Freihung, Hahnbach und Poppenricht sowie Ursensollen konnte nun auch in Hirschau das AOVE-Projekt Nachbarschaftshilfe auf die Beine gestellt werden. Bürgermeister Hermann Falk (hinten) bedankte sich bei den Ansprechpartnerinnen, Gertrud Langhammer und René Ehringer-Hoffmann (vorne von links), die sich als Ansprechpartnerinnen in dem Projekt engagieren. Bild: ads
von Adele SchützProfil

Nach Anlaufschwierigkeiten wurde das Projekt nun auch in der Kaolinstadt ins Rollen gebracht. Als Ansprechpartnerinnen fungieren René Ehringer-Hoffmann sowie die langjährige Seniorenbeauftragte und Ex- Stadträtin Gertrud Langhammer.

Auf Beine gestellt

"Wenn Menschen Hilfe brauchen, ist schnelles Reagieren gefragt, und deshalb will das Projekt als soziale Feuerwehr möglichst flexibel und unbürokratisch, mit Herz und Verstand, aber vor allem generationsübergreifend anpacken und dort beistehen, wo dringend Hilfe und Unterstützung gebraucht wird", erläuterte Falk. Er freue sich, dass nun die Nachbarschaftshilfe auch in Hirschau auf die Beine gestellt wurde.

Sein Dank galt René Ehringer-Hoffmann und Gertrud Langhammer für ihr Engagement. Erstere ist ab sofort telefonisch (0171/292 88 52) für alle erreichbar, die Hilfe brauchen oder die Hilfe anbieten wollen. "Mit der Nachbarschaftshilfe wollen wir ein soziales Netz- und Hilfswerk schaffen, wenn bestehende Familien- und Nachbarschaftsstrukturen nicht mehr ausreichen", informierten die Ansprechpartnerinnen. Sie ließen auch wissen, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter generationsübergreifend dort unterstützen, wo Hilfe gebraucht werde.

Die Leistungen reichen von der Begleitung zu Gottesdiensten, zum Friedhof und zum Arzt beispielsweise bis hin zu Fahrdiensten, Haushalts- und Einkaufshilfen, Wohnungsbetreuung bei Abwesenheit, Kinderbetreuung und Behördengängen. Die Leistungen seien kostenlos. Nur bei Fahrdiensten fallen Gebühren in Höhe von 35 Cent pro Kilometer an, hieß es.

Appell an Hirschauer

Der Bürgermeister fügte an, organisierte Nachbarschaftshilfe werde über das bayerische Sozialministerium als Ergänzung zu bestehenden Netzwerken gefördert. Er appellierte an die Hirschauer, sich zu engagieren und einzubringen. Falk stellte fest, dass man sich in keinem Alter sicher sein könne, ob man nicht selbst über Nacht auf Hilfe angewiesen sei. "Das Projekt lebt und stirbt mit der Beteiligung der Bürger", betonte er.

Mehr Informationen gibt es unter www.nachbarschaftshilfe-as.de oder info[at]nachbarschaftshilfe[dot]de.

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