01.06.2005 - 00:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Bei erneuter Steingutausstellung im Hirschauer Pflegschloss werden 500 Schaustücke präsentiert Exponate Grundlage für ein Museum

Die Steingutausstellung im Pflegschloss mit zahlreichen Exponaten aus der Luckscha-Zeit wurde am Wochenende in ihrer zweiten Auflage in Kombination mit einer Bilderausstellung offiziell eröffnet. Sie gilt als "lebende Werkstattausstellung" und Grundlage für ein späteres Museum.

von Adele SchützProfil

Bei der offiziellen Eröffnung der "Hirschauer Steingutausstellung II" und der Bilderausstellung mit dem Titel "Hirschauer Bilderbogen" konnte der Initiator Michael Popp rund 70 geladene Gästen begrüßen.

Bürgermeister Hans Drexler betonte bei der Feierstunde die kulturelle und touristische Bedeutung der Ausstellung für die Kaolinstadt. Seien doch die Geschichte und der wirtschaftliche Aufschwung Hirschaus maßgeblich von der Steingutproduktion, die zu den größten in der Oberpfalz gehört habe, mitbestimmt worden.

Kulturzentrum geplant

"Mit der Ausstellung wird der Grundstein für ein Museum und ein lebendiges Kulturzentrum gelegt, das die reiche Kulturgeschichte wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung und der Besucher bringen soll", unterstrich Michael Popp, der mit dem Festspiel- und Kulturverein sowie dem Arbeitskreis "Steingut" die Veranstaltung ermöglicht hat.

"Wir konnten hier eine Werkstattausstellung aus der Taufe heben, die die Besucher selbst mitgestalten und erweitern, denn jeder Öffnungstag beschert uns wichtige Informationen und neue Exponate, die unsere Ausstellung wachsen und leben lassen", freute sich Michael Popp, der auf das rege Interesse und die Beteiligung der ehemaligen Produktionshelfer an der Ausstellung zählt. Denn weiteres Hintergrundwissen sollen die geplanten Treffen der "Ehemaligen" und Vorträge liefern, wobei die genauen Termine dafür noch nicht feststehen.

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr wurde die Ausstellung in ihrer diesjährigen Auflage mit neuen Exponaten aus der Luckscha-Zeit bestückt. Sie ist wohl die umfassendste Präsentation der Steingutproduktion aus der Zeitphase von 1938 bis 1956. Auf 120 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden rund 500 Schaustücke aus der damaligen Steingutproduktion, eine genaue geschichtliche Abhandlung der Firmen- und Produktionsgeschichte auf Zeittafeln sowie ein bunter Bilderbogen an Fotografien aus der Sammlung von Richard Schertl präsentiert.

Viele Leihgaben

Den Grundstein für die Steingutausstellung mit Produkten von einem Unternehmen, das 130 Jahre lang in die ganze Welt lieferte, legten Pfarrer Klaus Haußmann aus Friedenfels, die Familie Endres aus Regensburg, Kristine und Michael Popp und Hugo Leikermoser von Prien als große Leihgeber.

Die Ausstellung hat ihre Pforten bis zum 16. Oktober jeden Sonn- und Feiertag von 13 bis 17 Uhr geöffnet, wobei immer ein Ansprechpartner oder sogar ein ehemaliger Produktionshelfer für Auskünfte zur Verfügung steht. Die Anmeldung zu Führungen ist möglich unter der Telefonnummer 09622/810.

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