02.05.2005 - 00:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Ein historischer Markt findet am 23./24. Juli auf dem Hirschauer Marktplatz statt Im Zeichen des Biedermeier

von Adele SchützProfil

Das Biedermeier hält in diesem Sommer Einzug in Hirschau, wo Ende Juli beim historischen Markt ein ganzes Wochenende im Zeichen der bewahrenden Gemütlichkeit, aber auch des anbrechenden Industriezeitalters steht.

Die Vorbereitungen mit kräftiger Unterstützung von zahlreichen Helfern laufen auf Hochtouren. Vier Zimmerleute sind seit Wochen unermüdlich im Einsatz, um die sechseckigen Markthäuschen und die überdachten Stände im Stil des Biedermeier zu zimmern. Ein Pflasterzollhäuschen, das der damaligen Zeit entspricht und von Sepp Strobl liebevoll restauriert wurde, dient als Kassenhäuschen bei dem Marktspektakel.

Josef Dobmeyer, der zweite Vorsitzende des Festspielvereins Hirschau, hatte die Idee, im Rahmen der Freilichtfestspiele, bei denen das "Hirschauer Stückl" zur Aufführung kommt, einen historischen Handwerkermarkt abzuhalten. Den Besuchern sollte die Möglichkeit gegeben werden, in diese kurze und bedeutende Epoche der Geschichte einzutauchen und diese kennen zu lernen.

Von seiner Idee begeistern konnte Dobmeyer eine stattliche Zahl von rund 30 Handwerkern, die nun am 23. und 24. Juli den Marktplatz der Kaolinstadt vom Rathaus bis zum Schloss besiedeln und die Besucher in das Biedermeier entführen. Der historische Markt wird einen breiten Einblick in das Leben der damaligen Zeit geben, wenn die Akteure in zeitgemäßer Kleidung und in stilgerechten Ständen und Markthäuschen ihr Handwerk demonstrieren.

Die Palette der Handwerker deckt das Thema "Kleidung" mit Flachs- und Wollverarbeitung, Klöppeln und Weben bis hin zum Schneidern und Schustern ab. Ein Bader wird auch nicht fehlen. Zum Thema "Haus und Wohnen" stellen ein Polsterer, ein Teppichweber, ein Zimmerer, ein Glaser und ein Fassadenmaler ihre Berufe vor. Das Kunsthandwerk war gerade in dieser Zeit sehr gefragt, wovon Gold- und Silberschmied, Uhrmacher und Optiker an ihren Ständen Zeugnis gegeben werden.

Ein Fotograf wird auch mit von der Partie sein. Weiter geben sich ein Seiler, ein Korbmacher, ein Instrumentenbauer, ein Papierhersteller, ein Wachsbildner und ein Schmied ein Stelldichein. Die Besucher erhalten auch einen Einblick in das landwirtschaftliche Leben dieser Zeit, denn es beteiligen sich auch ein Imker und ein Schäfer mit seinen Tieren.

Damit beim Nachwuchs keine Langeweile aufkommt, hat sich Josef Dobmeyer spezielle Attraktionen für Kinder einfallen lassen. Das leibliche Wohl darf beim Markttreiben natürlich nicht zu kurz kommen. Die Gäste dürfen sich jetzt schon auf die zahlreichen Schmankerl aus der damaligen Küche freuen, dessen Zutaten ausschließlich aus eigenem Anbau und Aufzucht oder von einheimischen Zulieferern stammen.

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