16.08.2014 - 00:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Gemischter Chor des Gesangvereins 1860 singt im Seniorenheim Sommerserenade Schöne Melodien an lauem Abend

Mit seiner Sommerserenade bereitete der gemischte Chor des Gesangvereins 1860, dirigiert von Jana Müller (rechts vorn), den Bewohnern des BRK-Seniorenheims, ihren Angehörigen und Freunden einen gelungenen Abend. Peter Butschek führte humorvoll durch das Programm. Bild: u
von Werner SchulzProfil

Ein lauer Sommerabend, eine gepflegte Gartenanlage und ein Chor in Topform, der mit seinem bunten Strauß von Melodien genau die Stimmung und den Geschmack seines Publikums trifft - idealere Bedingungen für eine Sommerserenade kann es nicht geben. All dies kam zusammen, als der gemischte Chor des Gesangvereins 1860, dirigiert von Jana Müller, den Bewohnern des BRK-Seniorenheims einen gelungenen musikalischen Abend gestaltete. Heimleiterin Astrid Geitner konnte dazu auch viele Gäste begrüßen.

Es gibt sowieso kaum etwas, wofür sich die Hirschauer Heimsenioren mehr begeistern lassen als für das Singen und Musizieren. Peter Butschek führte humorvoll durch das Programm, das der Chor mit "Wir grüßen Euch alle" eröffnete. Es folgten "Diese flotte Melodie", das bekannte Volkslied "Die Gedanken sind frei" und der Kanon "Froh zu sein bedarf es wenig". Nostalgische Stimmung war bei "Weit, weit weg" angesagt. Frisch und munter wurde es wieder bei der Europahymne "Freude schöner Götterfunken". Abgerundet wurde das musikalische Programm mit "Alles auf dieser Welt", einem "Jodler" und "Habt Dank für die Stunden.

Zwischen den Gesangsstücken war es an Hans Meindl, das Publikum mit kurzen Geschichten zum Schmunzeln oder auch zum Nachdenken anzuregen. Die Frage "Wann bist du alt?" beantwortete er mit treffenden Versen wie "Manch einer ist vielleicht erst zwanzig und außen herrlich von Gestalt, doch innen schwunglos, trocken, ranzig und miesepetrig - das ist alt!". Oder: "So lange deine Augen glänzen im Feuer der Begeisterung, bist du mit deinen 70 Lenzen trotz Brille und Gebiss noch jung!"

In einem Prosastück gelangte er zur Erkenntnis, dass "damals alles vielleicht doch nicht besser, aber anders war." Im Alter sei alles plötzlich weiter entfernt, die Treppenstufen seien höher als früher oder die Bücher und Zeitschriften würden mit kleineren Buchstaben gedruckt. Nachdenklich stimmte Meindl schließlich mit dem Gedicht "Der goldene Ball".

Nachdem der Chor die Zugabewünsche des Publikums erfüllt hatte, genossen Heimbewohner, Gäste und Chormitglieder - gestärkt mit Zwiebelkuchen und erfrischendem Hugo - den lauen Sommerabend.

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