19.08.2014 - 00:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Heinrich Knietsch (90) fünf Jahre in Kriegsgefangenschaft Halt im Glauben

Bürgermeister Hermann Falk (Zweiter von links) gratulierte Heinrich Knietsch (Zweiter von rechts) zum 90. Geburtstag, ebenso die Schwester des Jubilars, Adelheid Knietsch (links), und Frau Gisela (rechts). Bild: ads
von Adele SchützProfil

Im Kreis seiner Verwandten und Bekannten feierte Heinrich Knietsch 90. Geburtstag, zu dem ihm auch Bürgermeister Hermann Falk die Glückwünsche der Stadt und des Landkreises überbrachte.

In Oberschlesien kam der Jubilar zur Welt und wuchs dort mit drei Geschwistern auf. Nach der Schulzeit begann Heinrich Knietsch eine Lehre als Zimmerer. Kaum hatte er den Gesellenbrief in der Tasche, wurde er zum Wehrdienst einbezogen und nach Russland an die Front versetzt. Nach zwei Jahren geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er erst fünf Jahre später entlassen wurde. Nachdem er in Erfahrung gebracht hatte, dass es seine Mutter und seine Geschwister nach Hirschau verschlagen hatte, folgte er ihnen dorthin.

Der Jubilar fand Arbeit bei der Firma Gebrüder Dorfner, wo er bis zur Rente beschäftigt war. Hier lernte er auch seine Gisela kennen, die er 1952 heiratete. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, inzwischen gehören acht Enkel und fünf Urenkel zur Familie. Heinrich Knietsch lebt bei der Familie seines Sohnes in dessen Haus und ist bestens versorgt. Aus Altersgründen hat er sein großes Hobby, die Kaninchenzucht, aufgegeben, gehört aber noch immer dem örtlichen Zuchtverein an. Mitglied ist er auch bei der Gartlern. Der Glaube gab Heinrich Knietsch immer einen festen Halt im Leben und so ist er bis heute ein fleißiger Kirchgänger.

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