15.03.2011 - 00:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Hirschaus Ehrenbürgerin Betty Bösl feiert ihren 85. Geburtstag - Caritas-Sozialstation ins ... 60 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit

von Adele SchützProfil

Mit Betty Bösl feierte eine große Wohltäterin der Kaolinstadt 85. Geburtstag. Mit der Caritas-Sozialstation hat die Jubilarin auf ehrenamtlicher Basis ein beispielhaftes Lebenswerk geschaffen. Für ihre außerordentlichen Leistungen und sozialen Verdienste wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und der Bezirksmedaille der Oberpfalz ausgezeichnet und zur Ehrenbürgerin der Stadt ernannt. Bürgermeister Hans Drexler gratulierte ihr im Namen der Stadt.

"G'scheit arbeit'n" - so lautet das Rezept Betty Bösls für ein langes Leben. Die gebürtige Hirschauerin besuchte nach ihrem Schulabschluss die kaufmännische Berufsschule, um dann mit ihrem Vater den Holzbaubetrieb Reil zu gründen und aufzubauen. Im Jahr 1947 heiratete sie Willi Bösl, der viele Jahre Hirschaus Bürgermeister war. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, zur Familie zählen inzwischen vier Enkel und drei Urenkel.

Die soziale Ader scheint der Jubilarin in die Wiege gelegt, denn als Gründungsmitglied hob sie 1965 sowohl den Frauenbund als auch die Frauen-Union mit aus der Taufe, die sie anschließend Jahrzehnte als Vorstandsmitglied mitprägte.
1977 war es dann Betty Bösl, die auf Anregung des damaligen Stadtpfarrers Erwin Völkl auf ehrenamtlicher Basis aus einem Hauskrankenpflegekurs des Frauenbunds heraus die "Zentrale für ambulante Pflegedienste - Katholisches Pfarramt Hirschau" aus der Taufe hob und sich damit ein Lebenswerk schuf.

In den Anfangsjahren diente das unentgeltlich zur Verfügung gestellte Privat-Auto der Jubilarin als Dienstfahrzeug und das Wohnzimmer der Familie Bösl als Einsatzzentrale. 1980 wurde die "Zentrale für ambulante Pflegedienste" zur Caritas-Sozialstation umbenannt, 1986/87 und 1992/93 folgte die schuldenfreie Errichtung des Stationsgebäudes mit Verwaltung-, Schulungs- und Lagerräumen sowie einer Dienstwohnung und von 30 Garagen mit großzügiger Unterstützung der hiesigen Firmen.

Bösl führte auch Lehrgänge zur Heranbildung von Hilfskräften für die hauswirtschaftliche Versorgung in der Altenbetreuung als Modellprojekt ein und ermöglichte damit rund 500 Frauen den Einstieg in das Berufsleben. Weiter wurde auf ihre Initiative das Betreuungsprojekt "Lichtstrahl" für Menschen mit Demenzerkrankungen ins Leben gerufen.

Zum Jahresende 2005 verabschiedete sich die "Mutter der Sozialstation" aus dem ehrenamtlichen aktiven Dienst. Sie kann auf rund 60 000 ehrenamtliche Stunden in knapp 30 Jahren zum Wohl des Nächsten zurückblicken.

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