13.06.2005 - 00:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Mehr als 30 Handwerker bereichern historischen Markt in Hirschau - Rahmenprogramm Von Pflasterzoll und Biedermeier

"Kommen, staunen und mitmachen", lautet die Devise für den historischen Markt in Hirschau, der mit über 30 Handwerkern und einem aufwendigen Rahmenprogramm zum Markt der Extraklasse wird. Zwei Tage lang haben die Besucher die Gelegenheit, sich in die Zeit des Biedermeier versetzten zu lassen und sich selbst als Handwerker auszuprobieren.

von Adele SchützProfil

"Ein besonderer Markt zum ,Stückl' soll es werden, der sich abhebt von den zahlreichen historischen Märkten, die in unsere Region schon abgehalten werden", war sich Josef Dobmeyer, der Initiatoren des großen Marktspektakels, sicher. In wochenlanger harter Organisationsarbeit setzte er seine Idee bestens um und die Früchte seiner Mühen können sich sehen lassen.

Am 23. und 24 Juli macht die Kaolinstadt eine Zeitreise in das Biedermeier, die jeweils um 10 Uhr beginnt und um 23 Uhr endet. Erwachsene haben dafür einen Pflasterzoll von einem Euro zu entrichten, Kinder sind frei. Die Besucher werden über 30 Handwerker nicht nur sehen, sondern sie können teilweise die alten Handwerkstechniken selbst ausprobieren und so diese Zeit hautnah erleben. Die Handwerker, die für den Markt begeistert werden konnten, werden ihren Handwerksstolz zum Ausdruck bringen, wenn sie vorführen wie früher gearbeitet wurde. Dabei stehen sie für Fragen der Besucher gerne zur Verfügung. Mit von der Partie sind beispielsweise Papierschöpfer, Buchdrucker, Schuster, Schneider, Glaser, Optiker, Teppichweber, Instrumentenbauer, Schmied, Wachsbildner und Modistin.

Die Besucher können sich aber auch Informationen über Spinnen und Stricken von Wolle, Flachs riffeln und spinnen, Klöppeln und etwa Leinen weben einholen. Zudem werden landwirtschaftliche Maschinen und Geräte gezeigt und Bauern führen vor, wie früher Stroh gedroschen wurde. Die freiwillige Feuerwehr führt mit einer alten Kübelspritze Löschversuche vor und ein antiker Kammerwagen und ein Kramerladen sind ebenfalls zu bestaunen.

Musik und Tanz

"Nach dem Motto "Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder" erwartet die Gäste ein fantastisches Rahmenprogramm. Den ganzen Tag über werden sie bei Tanzeinlagen, mit Sing- und Musikgruppen, Instrumentaldarbietungen mit Drehorgel, meditativem Konzert, Harfe und Mundharmonika in das Biedermeier entführt. Hirschau beweist auch bei seinem historischen Marktspektakel ein riesiges Herz für Kinder, die sicherlich auf ihre Kosten kommen und den Markt nicht so schnell vergessen werden. Sie können die Spiele ihrer Vorfahren neu entdecken, wenn sie sich beim Schussern, Peitschen des Kreisels, Scheibenschießen, Seilhüpfen, Seifenblasen, Jonglieren und vielen anderen Spielen die Zeit vertreiben. Außerdem steht für die kleinen Besucher ein historisches Karussell bereit.

Natürlich dürfen die kulinarischen Köstlichkeiten aus dieser Zeit auch nicht fehlen und die Besucher werden mit zahlreichen Spezialitäten verwöhnt. Zum historischen Markt kommt zum ersten Mal das "Festspielbier" zum Ausschank, das Franz Dorfner von der Schlossbrauerei nach einer alten Familienrezeptur eigens dafür gebraut hat.

An beiden Tagen besteht die Möglichkeit zum Besuch des "Hirschauer Stückl", das um 20.30 Uhr beginnt. Karten gibt es unter der Telefonnummer 09622/718773 oder www.fest-spielverein-hirschau.de.

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