Mundarttag in Hirschau: Klares Bekenntnis zum nordbairischen Sprachraum
Dialekt vermittelt Zugehörigkeit

Bestens kamen die Beiträge der Ehenfelder Moila mit Extra-Einlagen von Brigitte Groher (Zweite von rechts) und Franz Birner (links) beim Publikum an.
Lokales
Hirschau
20.04.2013
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Einen Einblick in regionale Dialekte - gereimt und ungereimt, humorvoll, treffsicher und nachdenklich - gab der Oberpfälzer Mundarttag in Hirschau unter Federführung der Landkreis-Volkshochschule, der Kreisheimatpflege und der Oberpfälzer Volksmusikfreunde. Kreisheimatpflegerin Martha Pruy erklärte Mundart so: "Redn wöi mas glernt hom, vo da Mudda vom Vadda und vo de Gschwista." Der Landkreis gehöre zum nordbairischen Dialektgebiet, das sich von Hof bis Ingolstadt erstrecke. Innerhalb dieses Bereichs hätten sich kleinere Dialekträume entwickelt.

Pruy verdeutlichte, dass Lautgrenzen den Dialekt in Orts-Mundarten unterteilten. "Gerade im Zeitalter der Globalisierung ist es vielen Menschen wieder wichtig, sich über Mundart erkennen und zuordnen zu können", betonte sie. Denn Dialekt vermittle Heimatgefühl und Zugehörigkeit: "Mundart ist authentisch-facettenreich und ausdrucksstark und trägt zur Persönlichkeitsbildung bei."

Dialektsprecher hätten keine Nachteile in der Schule, denn sie bedienten von Kindheit an zwei Sprachebenen. Dies sei hilfreich beim Erlernen einer Fremdsprache. "Wichtig ist, dass mit Kindern Dialekt gredt wird und niad a Mischmasch aus Dialekt und Schriftdeutsch", so Pruys Appell.
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