23.08.2014 - 00:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Schläft den ganzen Tag und jagt nachts mal kurz - Montessori-Kinder erleben Abenteuer im Wald Fledermaus hat "voll chilliges Leben"

Bevor die Montessori-Dinos zu ihrer Nachtwanderung zum Kalvarienberg aufbrachen, bereiteten sie mit Försterin Renate Feuchtmeyer ein pikantes Kräuterpicknick zu. Bild: u
von Werner SchulzProfil

Abenteuerliche Ferienerlebnisse hatte sich die Leiterin der Montessori-Vorschul- und -Fördergruppe Maria Runge für ihre Schützlinge ausgedacht. Die Vorschulkinder, Zwerge und Füchse genannt, unternahmen mit Försterin Renate Feuchtmeyer einen Waldspaziergang mit Kräuterpicknick. Den Schulkindern, als Dinos bekannt, wurde viel Mut abverlangt. Nach Zubereitung und Verzehr eines pikanten Kräuterpicknicks brachen sie mit Feuchtmeyer zu einer Nachtwanderung zum Kalvarienberg auf, um dann in Zelten im Garten der Familie Runge zu übernachten.

Dass Wildkräuter den Speiseplan bereichern und es kinderleicht ist, ein Picknick daraus zuzubereiten - diese Erfahrung machten die Montessori-Kinder bei dieser Veranstaltung. Die Mädchen und Buben bereiteten im Runge-Garten Kräuterquark und -butter zu. Försterin Feuchtmeyer hatte die notwendigen Wildkräuter mitgebracht.

Leckerer Wald-Sauerklee

Bevor alles klein geschnitten wurde, lernten die Teilnehmer die verschiedenen Aromen durch Probieren kennen. Am besten kam der Wald-Sauerklee an. Er wurde zum Großteil gleich so verspeist. Ein Augenschmaus waren die orange leuchtenden Blüten der Ringelblume. Dass man nicht lange nach Zutaten suchen muss, erfuhren die Kinder, als auch die Blüten und Blätter des Gänseblümchens und der Giersch verwendet wurden. Als Durstlöscher diente eine Himbeerbowle mit Blüteneiswürfeln.

Tiere bei Nacht

Nach dieser Stärkung machten sich die Montessori-Dinos auf den Weg zum Kalvarienberg, um als Forscher die Tiere bei Nacht zu entdecken. Dabei sahen manche eine Fledermaus, die laut einem Kind "das voll chillige Leben" genießt. Schließlich schlafen sie den ganzen Tag über und jagen nur nachts für ein paar Stunden nach Insekten. Aufregend wurde es, als man auf einer Waldlichtung die leuchtenden Augen eines Fuchses erkennen konnte. Beim Rückweg zum Garten freuten sich alle schon auf die Waldbeeren-Muffins.

Die Montessori-Zwerge und -Füchse gingen bei ihrem Waldspaziergang mit Försterin Feuchtmeyer der Frage nach: "Kann man den Wald essen?" Nach einem anfänglichen "Nein" fielen den Kindern die vielen Früchte wie Himbeeren, Walderdbeeren, Heidelbeeren und Preiselbeeren ein. Unterwegs entdeckten sie neben einem Pilz, der Krausen Glucke, viele weitere essbare Waldpflanzen wie den Giersch und die Brennnessel. Neu war für viele, dass Waldbäume blühen und man aus Lindenblüten einen leckeren Tee kochen kann.

Sehr interessant war das nicht essbare Kleine Springkraut. Es machte seinem Namen alle Ehre. Bei Berührung der reifen Frucht schleuderte es die Samen aus, was von allen Kindern prompt ausprobiert wurde. Nachdem man ein paar Insektenstiche mit frisch zerriebenen Spitzwegerichblättern behandelt hatte, machten sich die Mädchen und Buben auf den Heimweg, um mit den Zwergen und Füchsen ein Kräuterpicknick zuzubereiten. Dazu gab es neben Kräuterquark und -butter selbst gebackene Doststangen.

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