15.04.2018 - 16:30 Uhr
HirschauOberpfalz

Altbürgermeister Helmut Rösch feiert 80. Geburtstag Meisterstück war Krankenhaus

Vom 1. Mai 1984 bis 30. April 2002 leitete er als Bürgermeister die Geschicke seiner Vaterstadt Hirschau. Morgen kann Helmut Rösch seinen 80. Geburtstag feiern.

Mit Hirschaus Altbürgermeister Helmut Rösch feiert morgen einer der markantesten Kommunalpolitiker des Landkreises Amberg-Sulzbach seinen 80. Geburtstag. Bild: u
von Werner SchulzProfil

Hirschau. (u) Am 17. April 1938 erblickte Helmut Rösch als drittes von vier Kindern der Eheleute Engelbert und Ottilie Rösch - ihrer Zeichens Schneidermeister und Hebamme von Beruf - das Licht der Welt. Nach fünf Jahren Volksschule trat er 1949 in die damalige Oberrealschule in Amberg über. Er verließ diese im Oktober 1953, als ihm die Stadt Hirschau eine Stelle als Verwaltungslehrling anbot.

Nach drei Jahren Ausbildung war er ein halbes Jahr als Angestellter bei der Stadtverwaltung tätig, ehe er 1957 als Assistentenanwärter an das Landratsamt wechselte. Im April 1960 holte ihn Bürgermeister Willi Bösl, bei dem er schon in der Fürsorgeabteilung Landratsamtes gearbeitet hatte, zurück ins Rathaus. Dort stieg Rösch in den gehobenen Dienst und Anfang der 70er Jahre zum geschäftsleitenden Beamten der Stadtverwaltung auf.

Schon zwei Jahre vor den Kommunalwahlen 1984 waren sich Bürgermeister Willi Bösl und die örtlichen CSU-Gremien einig, dass Rösch die Nachfolge Bösls antreten sollte. Die Personalentscheidung erwies sich als richtig: Trotz zweier Gegenkandidaten wurde Rösch 1984 mit rund 60 Prozent der Stimmen zum Stadtoberhaupt gewählt. Von Erfolg gekrönt war auch seine Wahl in den Kreistag.

Deutliche Mehrheiten

Die Hirschauer waren mit seiner Arbeit hoch zufrieden. Sie bestätigten ihn bei den Wahlen 1990 und 1996 mit noch deutlicheren Mehrheiten in seinem Amt. 2002 verzichtete er "aus Altersgründen" auf eine weitere Bürgermeisterkandidatur. Mit dem Vertrauen der Wähler ausgestattet, brachte er aber seine Erfahrung für weitere sechs Jahre in den Stadtrat und Kreistag ein. Am 30. April 2008 beendete er nach 18 Bürgermeisterjahren, 24 Jahren Kreistags- und sechs Jahren Stadtratstätigkeit seine kommunalpolitische Laufbahn.

Der Landkreis verlieh ihm 1998 die Landkreismedaille in Silber. Das Bayerische Staatsministerium des Inneren ehrte ihn 2003 mit der Medaille für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung. Seit 22. April 2013 führt er nach dem Beschluss des Stadtrats die Ehrenbezeichnung Altbürgermeister. Beinahe 80 Millionen Euro wurden in Hirschau während Röschs Amtszeit in Großprojekte investiert. So entstanden unter anderem das Josefshaus, die Doppelturnhalle samt Schulsportanlage, der Marien-Kindergarten, die Anbindung Ehenfelds an die Hirschauer Wasserversorgung, die neue Kläranlage, der Sportpark und der neue Bauhof. Ein Meisterstück, das das Prädikat Leuchtturm-Projekt verdient, gelang ihm mit der Umwandlung des Krankenhauses zum Seniorenwohn- und Pflegeheim und dessen Verpachtung an das Rote Kreuz. In der Aufzählung dürfen der Einstieg in die Dorferneuerung Ehenfeld, die Erschließung der Baugebiete "Ziegelhütte" und "In der Heidenau" sowie des Gewerbegebietes Dienhof nicht fehlen.

Sportlich aktiv

Das Bild des Menschen Helmut Rösch wäre unvollständig, würde man nicht seine vielfältigen sportlichen Aktivitäten erwähnen. Mit sechs Jahren begann er seine Karriere als Turner. Als 16-Jähriger wechselte er zu den TuS-Fußballern, für die er mehr als 500 Spiele absolvierte. In den 70er Jahren bewährte er sich als Sportbeauftragter der Stadt und als TuS-Fußballabteilungsleiter.

Angesichts seines besonderen Engagements um den Sport verlieh ihm der Bayerische Landessportverband 1995 die Verdienstplakette in Silber, der TuS Hirschau zeichnete ihn im gleichen Jahr mit der "Ehrennadel in Gold mit Kranz" aus. Heute jagt er nicht mehr dem runden Leder nach. Er pflegt Aktivitäten wie das Radfahren, Garteln oder auch Holzmachen.

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