12.04.2018 - 17:30 Uhr
HirschauOberpfalz

Aus dem Hirschauer Stadtrat Nur kleiner Teil nicht organisiert

Nur 14 Prozent der Hirschauer Jugendlichen sind nicht in Vereinen organisiert. Sie treffen sich am liebsten zwanglos, so Jugendbeauftragter Tobias Meindl in seinem Bericht vor dem Stadtrat.

So soll die sanierte Schule in Hirschau aussehen. Die beiden Flügel werden aus dem Bestand übernommen, die Verbindung des Teils mit dem Flachdach, in dem sich die Aula befindet, wird neu gestaltet. Bild: fg
von Autor FGProfil

Stadtrat Meindl sagte, er sei seit 2014 tätig und im Landkreis vernetzt über die kommunale Jugendpflegerin Claudia Mai mit jährlichem Gedankenaustausch. Seitens der Jugendpflege des Kreisjugendrings gebe es offene Angebote. In Hirschau seien nach einer Umfrage der Kreisjugendpflege nur 14 Prozent der Jugendlichen nicht in Vereinen organisiert. Laut Meindl sehe er sich als Ansprechpartner und sei auch auf Facebook präsent. Ab und zu schaue er bei den zwanglosen Treffpunkten der Jugendlichen, derzeit am Infopoint oder am Parkplatz Walkstraße, vorbei. Diese Stellen lägen im Wohngebiet, was manchmal Probleme bereite.

Der Wunsch nach einem strukturierten Angebot oder einem festen Jugendtreff bestehe derzeit nicht. Ein Platz zum Grillen oder um sich zwanglos zu treffen, wäre jedoch gerngesehen. Liege der aber etwa am Moosweiher so wäre er für die Jugendlichen wohl nicht attraktiv. Zweiter Bürgermeister Josef Birner regte eine Jugendversammlung an, Meindl merkte dazu an, dass er das gerne anbiete, wenn der Wunsch von den Jugendlichen käme, was bisher nicht der Fall sei. Nicht organisierte Jugendliche wollten nicht bevormundet werden, sondern sich in ihrer Freizeit ohne Zwänge treffen. Hans-Jürgen Schönberger fände es gut, wenn Angebote seitens der Jugendpflege nicht nur in Amberg oder Sulzbach-Rosenberg, sondern auch in Hirschau stattfänden.

Aus ihrer Tätigkeit als Seniorenbeauftragte berichtete Gertrud Langhammer. Sie sehe sich nicht als Eventmanagerin, sondern als Ansprechpartnerin im täglichen Leben. Das Grundangebot stimme. Die Vereine, auch Kirchen mit den Seniorenklubs, böten Geselligkeit und sportlich gut begleitete Angebote.

Sie sei vernetzt mit den AOVE-Projekten "Alt werden zu Hause" und "Alltagsbegleitung". Dienstags finde in der Eisdiele ein lockerer offener Treff statt. Senioren, die, etwa nach dem Tod des Partners Anschluss suchten, biete sie an, sie zu unterstützen. Wenn eine Seniorensprechstunde gewünscht sei, sei sie dazu bereit.

Langhammer regte an, die Stufen rund ums Rathaus und bei den Bushaltestellen kontrastierend zu gestalten. Wegen der Ton-in-Ton-Gestaltung mit dem Pflaster seien das besonders für Bürger mit Einschränkungen beim Sehen Stolperstellen. Schade sei, dass das Amt der Seniorenbeauftragten nicht recht bekannt sei. Stadträtin Karin Waldhauser lobte speziell die aufsuchende Arbeit. Die Jahresrechnungen der Stadt und der Forster-Dorfner'schen Spital- und Krankenhausstiftung für die Jahre 2013/14 wurden einstimmig festgestellt und die Entlastung erteilt. Der Vorsitz im Rechnungsprüfungsausschuss wechselt turnusmäßig von der SPD zur CSU. Neue Vorsitzende ist ab 1. Mai für zwei Jahre Stadträtin Birgit Birner.

Elf Bürger haben Interesse am Ehrenamt als Schöffe. Die Liste wurde einstimmig befürwortet. Die Vorschlagsliste liegt vom 18. bis 24. April im Rathaus (Zimmer 2) öffentlich zu jedermanns Einsicht auf.

Stadtrat Wolfgang Bosser beantragte die Anbringung von Signalgebern für Sehbehinderte an den Ampeln an der B 14. Rudolf Wild ergänzte, auch die Anbringung eines grünen Pfeils für Rechtsabbieger sollte dort geprüft werden. Als sehr gelungen empfand Günther Schuster die Natursteinmauer am Dorfplatz in Krickelsdorf.

Stadtrat will mit Schulsanierung vorankommen

Die Generalsanierung der Schule kommt in die Gänge. Einstimmig befürwortete der Stadtrat die vorgelegten Entwurfspläne. Eine erste Kostenschätzung beläuft sich auf 8,3 Millionen Euro. Einbezogen werden die neueren Bauteile drei und vier des bisherigen Komplexes. Der Altbau an der Josefstraße dient während der Bauzeit als Ausweichquartier. Läuft alles optimal, könne das Projekt 2020 fertig werden.

Die Planung liegt beim Architekturbüro Bär, Stadelmann, Stöcker (Nürnberg), das das Konzept vorstellte. Besonders zu berücksichtigen seien Barrierefreiheit und Rettungswege. Süd- und Ostflügel sollen bleiben, der Bereich im Norden der Aula abgebrochen und mit einem Neubau dem Niveau der beiden Flügel angepasst werden. Damit wäre nur noch ein Aufzug nötig, um Barrierefreiheit zu erreichen. Ein weiterer Vorteil liege in größeren Klassenräumen, die als Bestand vorhanden seien. Zu den elf Klassenzimmern kämen Differenzierungsräume. Die Ganztagsbetreuung könne im Erdgeschoss großzügiger als bisher untergebracht werden.

Der zweite Rettungsweg werde durch Verbindungstüren zwischen den Klassen und ein im Osten anzubauendes Treppenhaus erreicht. Im Obergeschoss erhält die Aula eine Galerie. Im Bereich der Aula müsste zudem die Akustik optimiert werden. Johanna Erras-Dorfner sähe die Bücherei statt im Ober- lieber im Untergeschoss. Peter Leitsoni stellte fest, dass es keine Verbindung mehr zum Altbestand gebe und der Eingang weit weg von den Parkplätzen an der Josefstraße sei. Auch gebe es keinen überdachten Zugang zur Turnhalle mehr, die von der Schule getrennt werde, ergänzte Tobias Meindl.

Die Förderhöhe des Staates wird um 50 Prozent liegen, informierte Kämmerer Hermann Siegert.

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