18.03.2018 - 20:00 Uhr
Hirschau

Diskussionen im Bauausschuss Uneins bei Güllegrube

Mit Riesenschritten geht die Erweiterung des betreuten Wohnens mit Tagespflege seiner Vollendung entgegen. Die größte Diskussion gab es im Bauausschuss aber bei einer Bauvoranfrage zur Errichtung eines Stalls mit offener Güllegrube.

Der Bauausschuss mit 3. Bürgermeister Peter Leitsoni (Vierter von rechts) zeigte sich beeindruckt vom Baufortschritt beim betreuten Wohnen. Architekt Markus Maier (rechts) erläuterte den Sachstand. Bild: fg
von Autor FGProfil

Vom betreuten Wohnen machte sich der Ausschuss vor Ort ein Bild. Im Moment laufen die Arbeiten in den Gewerken Estrich, Trockenbau, Heizung, Lüftung, Sanitär, und demnächst wird der Außenputz angebracht. Eröffnet werden soll das Erweiterungsprojekt im Juli. Der Ausschuss war sich einig: Dass das Projekt umgesetzt werden kann, ist Spender Klaus Conrad zu danken, der mit 1,5 Millionen Euro den Löwenanteil der knapp über zwei Millionen Kosten übernimmt.

Architekt Markus Maier erläuterte den Baufortschritt. Geschaffen werden auf 440 Quadratmetern zehn behindertengerechte Einheiten betreutes Wohnen mit Größen zwischen 35 und 53 Quadratmetern. Die Bewohner haben die Möglichkeit, die Angebote des über einen direkten Zugang erreichbaren Senioren- und Pflegeheim St. Barbara zu nutzen. Dazu kommt auf 230 Quadratmetern der Bereich ambulante Tagespflege für bis zu 18 Senioren, der nach Fertigstellung vom Bayerischen Roten Kreuz, dem Träger des Seniorenheims, betrieben wird. Bei der anschließenden Sitzung wurden viele Bauanträge und Bauvoranfragen behandelt und bis auf wenige Ausnahmen einstimmig befürwortet. Positiv aufgenommen wurde die Wiederbelebung des Bauernhofs am Ortseingang von Ehenfeld in der Nähe des Kreisverkehrs mit Pferdehaltung durch Birgit Bernreuther.

Nicht entsprochen wurde dem Antrag aus der Bürgerversammlung in Ehenfeld, an den Ortseingängen Schilder mit dem Hinweis auf die Vorfahrtsregelung "rechts vor links" aufzustellen. Hier war man der Meinung, dass zusätzliche Schilder nicht nötig seien - diese Regelung gelte immer, wenn keine Beschilderung vorhanden ist. Diskussionen gab es um die Bauvoranfrage von Georg Hager aus Krickelsdorf zur Errichtung eines Milchviehstalls mit offener Güllegrube am Ortsende. Das Ansinnen war schon 2017 diskutiert worden; bereits damals wurde eine geschlossene Güllegrube empfohlen. Nachdem laut Planskizze lediglich der Stall und nicht das Futterlager ausgesiedelt werden soll, sei auch der Zulieferverkehr zu bedenken. Der Bau auf dem länglichen Grundstück war zudem für einige Räte schwer vorstellbar. Da es sich um eine privilegierte Baumaßnahme der Landwirtschaft handelt, wird das Projekt an das Landratsamt weiterverwiesen, wo über das Gesamtprojekt sowie die Punkte Emissionen und innerörtlicher Verkehr zu entscheiden ist, wobei der Ausschuss erneut die geschlossene Grube empfahl.

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